Tag 01 - 7 Luftpumpen (Von Dresden über Freital-Hainsberg und Tharandt nach Colmnitz - 24,5 km)

Unser erster Urlaubs-Morgen gestaltete sich wie erwartet: Nach dem Frühstück wuselte jeder auf seine Weise durch die Wohnung. Was Mama und Papa gepackt haben, wurschtelte Alma wieder durcheinander. Gegen 10:30 Uhr war alles in Sack und Tüten bzw. am Rad, im Hänger oder auf Olli's Rücken verstaut und es ging los.
 
Und schon wichen wir das erste mal vom Plan ab. Flexibilität fordert zwar Geduld, ist wohl aber dennoch eine Stärke der SchubKrafts. Statt direkt nach Colmnitz zu laufen/ fahren, ging es zunächst zum Dresdner Hauptbahnhof. Dort gönnten wir uns ein Urlaubsauftakt-Menü bei Marchè und stiegen in den Zug nach Freital Hainsberg.
 
Dort angekommen, wurden wir vom Himmelfahrts-Sonderzug der Schmalspurbahn begrüßt und Alma schaute interessiert zu, wie die Lok betankt bzw. mit neuen Kohlen versorgt wurde. 
 
Dann ging es richtig los. Über Tharandt ging es stetig bergauf und Olli unterstützte seine Mädels häufiger, in dem er das Gespann von hinten anschob. Alma schlief, wenn auch nicht ganz so gut und lange wie von uns erhofft.
 
Nachdem Alma wieder munter war, haben wir eine kurze Pause eingelegt. Der asphaltierte Untergrund war von der angenehmen Sonne so warm, dass wir es uns auf dem Boden bequem machen konnten. Von da an ging es für Alma vorn bei Mama am Lenker weiter und wir konnten zu dritt so allerlei Quatsch machen.
 
Der Spaß verging uns etwas, als uns mitten im Wald ein Schlauch an Alma's Hänger platzte. "Peng" und "pfff" und schon war die Luft runter. Kein Problem, Papa flickt das schon, schließlich hat er bei Martin geübt und aufgepasst (danke noch mal für das Training, mein Lieber!). Winziges Problem dabei: Die Luftpumpe, für die sich Karina am Morgen spontan entschied, war ungefähr so effektiv, wie Müller und Torres bei ihren Elfmetern am vergangenen Dienstag.
 
So zog sich die Zwangspause etwas, bis nach einer gefühlten Ewigkeit ein paar nette Jungs mit Bierbüchsen im Flaschenhalter vorbei radelten. Witzig dabei: Sie schienen nur Bier und Luftpumpen bei sich zu haben. :-) Jedenfalls konnten wir aus 7 verschiedenen Geräten auswählen und hatten am Ende reichlich Luft, um bis nach Colmnitz zu kommen.
 
Vom Weingut Colmnitz waren wir dann sehr (positiv) überrascht. Ein großer 4-Seiten-Bauernhof erwartete uns. Im Hof spielten viele Kinder, die offenbar Gäste einer größeren Feierlichkeit waren. Neben Ziegen, Hasen, Vögeln gab's auch Esel und ein Hängebauchschwein zu beobachten. Der riesige Spielplatz machte die Erlebniswelt perfekt. Alma kam hier voll auf ihre Kosten, staunte und entdeckte fleißig und fiel abends völlig knülle ins Bett.
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Tag 02 - Marathon - berg auf, berg ab (Von Colmnitz über Freiberg nach Falkenau - 42,2 km)

Wir starteten heute mit einem üppigen Frühstück in den sonnigen Tag. Gegen 9 verabschiedeten wir uns von den Tieren des Bauernhofs und starteten Richtung Freiberg.

Der erste steile Anstieg ließ nicht lange auf sich warten und mit gebündelter SchubKraft meisterten wir diesen. Dann konnten die Mädels etwas rollen. Schön! Es ging über Felder und durch den ... Wald.

Unsere Mittagspause verbrachten wir kurz vor Freiberg an einem ruhigen Rastplatz.
Alma konnte sich für den anschließenden Mittagsschlaf im Wagen nochmal richtig müde spielen.

Da die Kilometer recht zäh auf dem Zähler wechselten, fuhr Karina mit dem Anhänger schon mal vor. Sie hatte so mit den Bergen zu tun, dass Olli sie an solchen Stellen wieder einholte und die Kutsche schieben konnte.

Als wir an der Bahnstation Frankenstein vorbei kamen, entschieden wir, dass die Mädels kurzerhand drei Stationen mit dem Zug fahren und so die gemeinen Berge umgehen. Olli wollte es wissen und meisterte die Strecke doch lieber zu Fuß.

Gegen halb 6 trafen wir uns dann an der Unterkunft und erkundeten noch den gesamten Spielplatz mit Ziegen, Wasserspiel und Kletterpark.

Olli ist heute einen ganzen Marathon gelaufen! Jetzt heißt es ausruhen und Kraft für den kommenden Tag sammeln.

 

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Tag 03 - Mit Wiebke on Tour (Von Falkenau über Flöha, Frankenberg und Mittweida nach Erlau - 30,4 km)

Nachdem wir uns für den Tag fertig gemacht, also unser Frühstück verspachtelt und die Sachen gepackt hatten, wurden wir von unserer Freundin Wiebke und ihrer Mama Silke begrüßt. Wiebke sollte uns über den Tag mit dem Fahrrad begleiten und Silke nahm netterweise das meiste unseres Gepäcks entgegen.

Kurz nach 9:00 Uhr ging es auch schon los und wir radelten / liefen zunächst ein bisschen die Bundesstraße entlang in Richtung Flöha. Dort verließen wir die stressige Straße und kamen auf einen idyllischen Weg am Fluss Flöhe entlang. Bei herrlichem Sonnenschein waren wir am frühen Mittag in Frankenberg.

Das kleine Örtchen lud direkt zum Verweilen ein und wir pausierten direkt an der Kirche. Die Mädels schlugen beim Bäcker zu und konsumierten Rhabarber- und Streuselkuchen. Olli begnügte sich mit Haferkeksen und Karina's super leckerem selbst gebackenem Dinkelsauerteigbrot. Während Alma und Karina eine Örtlichkeit suchten, nutzten Wiebke und Olli die Zeit für ein Nickerchen.

Ausgeruht ging es weiter nach Mittweida. Alma schlief gut in ihrem Wagen und die Fahrt ging zügig voran. Danke auch noch mal an Silke für das Abnehmen der Gepäcklast. Unterwegs zeigte uns die Natur alles, was sie zu bieten hat: wunderschöne Wälder und Wiesen, Rapsfelder und eine kleine Widder-Familie und eine Gruppe Rehe.

Pünktlich in Mittweida war Alma wieder munter, so dass wir erneut eine Pause einlegen und ein Eis genießen konnten. Fruchteisbecher mit Sahne gönnten sich Alma und Karina, Raffaello-Eis gab's für Wiebke und Olli hatte nen Fruchtriegel.

Der letzte Abschnitt führte uns nach Erlau. In der knapp 3.500 Seelen Gemeinde wohnen Wiebke, Silke und Papa Uwe. Gegen 16:30 Uhr hatten wir es dann geschafft. Das Ortseingangsschild lud noch mal zum Endspurt ein (4:30er Pace nach 30km). Anschließend ging es zum gemütlichen Teil des Tages über - wir grillten zum Abendessen und genossen das gesellige Beisammensein.

 

Unsere Route: https://connect.garmin.com/modern/activity/1158344614

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Tag 04 - Füße hoch (Erlau)

Der Tag startete ganz ruhig. Olli durfte heute ausschlafen und seine müden Knochen schonen, Alma und Wiebke spielten draußen Ball und Karina frühstückte noch ganz entspannt mit Mama Silke. Dann erkundeten wir die kleine Siedlung und ruhten allesamt über die Mittagszeit. Nachmittags ging es auf die Räder zur Ritterburg Kriebstein. Wir spielten am Fluss Zschopau und genossen die Aussicht.

Nach dem schönen und erholsamen Aufenthalt in Erlau geht es morgen im Dreierpack weiter Richtung Vogtland.


Unsere Route: https://connect.garmin.com/modern/activity/1160257693

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Tag 05 - Durch Raps und Wälder (Von Erlau über Frankenau und Lunzenau nach Rochsburg - 22,0 km)

Der heutige Morgen bedeutete den ersten Abschied des Urlaubs. Während Karina und Olli die Taschen startklar machten, spielten und tobten Alma und Wiebke um die Wette. Schön, die beiden so harmonisch miteinander zu beobachten.
Nach einem ausgiebigen Frühstück ließen wir Erlau hinter uns und es ging zu dritt weiter auf die Reise. Vielen Dank noch mal Wiebke, Silke und Uwe für euer herzliches Aufnehmen und die Gastfreundlichkeit!
Wir radelten gemütlich durch Rapsfelder, Wälder und über Wiesen. Zwischendurch pausierten wir entspannt an einem kleinen Bach. Gegen 15:00 Uhr waren wir schon am Ziel - der Villa Rochsburg - angekommen.
Da wir nun genügend Zeit hatten, die Gegen zu erkunden, wagten wir einen kleinen Ausflug zum Schloss Rochsburg. Die in der Zeit 12. bis 16. Jahrhundert gebaute Burg wurde über die Zeit zu einem Schloss umfunktioniert und bietet heute Interessierten einen Einblick in das Zeitalter sowie ein Museum. Außerdem kann im Standesamt geheiratet werden.
Unsere Unterkunft stellte sich als eine besondere heraus. Die Villa Rochsburg ist eine Begegnungsstätte für blinde bzw. Sehbehinderte Menschen und bietet auch (normal) Sehenden eine Unterkunft. So kam es, dass wir inmitten der Runde gemeinsam zu Abend aßen und direkt in nette Gespräche verwickelt wurden. Und natürlich schlug unser "Türöffner" Alma ein wie eine Bombe. Sie sorgte für Unterhaltung und Erheiterung an allen Tischen.
Im Verlauf des Abends trafen wir uns noch mal mit Wiebke. Sie war so nett und nahm uns für den heutigen Tag die größte Schlepperei ab und transportierte ein paar Taschen. Natürlich verging der Abend schnell, schließlich hatten wir uns trotz der kurzen Abstinenz eine Menge zu erzählen.
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Tag 06 - Im Zwickauer Muldental (Von Rochsburg über Penig, Schlagwitz und Neukirchen nach Meerane - 26,1 km)

Heute ging es früher los als sonst. Alma war bereits vor 6:00 Uhr wach und wir hatten ausreichend Zeit, unsere Sachen vor dem Frühstück zu packen. Nahrung gab's in der Villa Rochsburg erst ab 8:00 Uhr. Während Olli seinen täglichen Gewürzquark genoss, bedienten sich die Mädels am "Rentner-Buffet". ;-)

Gegen 9:30 rollten / liefen wir bereits und lagen gut in der Zeit. Den ersten Stop absolvierten wir in Penig. Das kleine Städtchen hat einen netten Kern mit kleineren Einkaufsmöglichkeiten.

Weiter ging es entlang der Zwickauer Mulde zwar mit Rückenwind aber wiedermal bergauf und bergab. 11:00 Uhr gab's einen Boxenstop, dass Alma etwas zu Mittag bekam, bevor sie noch vor 12:00 Uhr friedlich in ihrer Kutsche einschlief. Wir nutzten die 1,5 Stunden und schafften ein paar Kilometer. Leider führte uns die Route heute ein ganzes Stück Bundesstraße entlang, was die Freude am Vorwärtskommen etwas trübte.

Trotzdem waren wir zeitig am Zielort - dem Reiterhof Pfitzner. Gegen 15:00 Uhr waren wir bereits geduscht und naschten eine Kleinigkeit. Später ging es noch ins nahegelegene Meerane, um die Vorräte etwas aufzustocken. Der Hinweg zog sich etwas, da der Reiterhof Kühe, Hühner, Tauben, einen Hund und, wie sollte es auch anders sein, Pferde zu bieten hat. Da kam Alma nur schwer in Tritt und staunte lieber, als mit uns einkaufen zu gehen.
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Tag 07 - Oh du schöne Spargelzeit (Von Meerane über Glauchau und Zwickau nach Lichtentanne - 26,5 km)

Heute ging es ganz ruhig auf dem Reiterhof los. Wir verabschiedeten uns von allen Tieren und starteten danach Richtung Zwickau. Wir fuhren wieder ein gutes Stück an der Mulde entlang und genossen die bergfreie Reise.

Als dann doch ein harter Anstieg am Rande von Zwickau kam, war oben auf dem Berg ein einladendes Waldgasthaus, in dem wir unseren ersten Spargel dieses Jahr genossen. 
Wir saßen gemütlich im Biergarten und Alma konnte schön spielen. Danach stand ungefähr noch eine Stunde Fahrt an, die heute ratz fatz verflogen. 

Angekommen in unseren heutigen Unterkunft in Lichtentanne setzen wir uns erstmal unter einen großen Kastanienbaum, verschnauften und beobachteten die benachbarten Hühner.


Von der vielen Sonne, der frischen Luft und den tollen Eindrücken sind heute alle ganz schön geschafft.

Ab morgen soll, laut Vorhersage, das Wetter umschlagen und wir sind schon am tüfteln, wie und wann die letzte Route nach Mechelgrün weitergehen wird. Aktuell ist für morgen zunächst ein Ruhetag geplant.

 

Unsere Route: https://connect.garmin.com/modern/activity/1163779759

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Tag 08 - Nix los (Lichtentanne)

Nach unserem Frühstück im Kneipenbereich der Unterkunft sind wir zu einem gemütlichen Spaziergang in den Ort aufgebrochen. Nicht einmal 2 km waren zu bewältigen, um ein paar Grundbedare zu decken. Unterwegs hat Alma die Ruhe genutzt und ist gleich mal eingeschlafen. Als wir zurück in der Unterkunft waren, tat es ihr Mama gleich und Papa las im Hof neben dem schlafenden Kind.
 
Als alle wieder munter waren, gab's für die ganze Famlie zum Mittag eine kräftige Portion Müsli mit Gewürzquark. Er war so kräftigend, dass Olli nun gleich mal einnickte. Die Mädels genossen derweil eine Erkundungstour mit dem Rad und führen durch die Gegend.
 
Im weiteren Verlauf des Nachmittags tüftelte Olli an Karina's Fahrrad und optimierte die Bremsen. Alma wuselte derweil über den Hof, studierte Hühner, half Papa beim Reparieren und holte sich dabei schmutzige Finger.
 
Nach dem Abendessen in der Kneipe war es schon wieder Abend. Alma ging pünktlich schlafen, während ihre Eltern die letzte Etappe vorbereiteten - denn morgen wird es (vor allem für Olli) anstrengend. Während die Mädels ab Zwickau mit dem Zug fahren werden, wird Olli knapp 50 km allein zu Fuß bewältigen.
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Tag 09 - Ultra-Marathon (Von Lichtentanne über Zwickau, Voigtsgrün, Lengenfeld und Treuen nach Mechelgrün - 49,5 km)

Zum Frühstück haben wir heute auf den Luxus verzichtet und unsere eigenen Reste verspeist. Gewürzquark bzw. -joghurt standen auf dem Plan. Dennoch war die Kneiperin so freundlich, dass sie uns noch ein paar gekochte Wachtel- bzw. Zwerghuhn-Eier mitgab.

Danach ging es los. Wir fuhren/ liefen in gewohnter 3er-Konstellation nach Zwickau zum Bahnhof. Dort brachte Olli seine Mädels zum Zug und es ging getrennt weiter.

Alma und Karina fuhren mit dem Zug nach Falkenstein/ Vogtland. Von dort ging es mit vollem Gepäck auf schöner Strecke in den kleinen Ort Bergen. Karla, Marios Mama, übernahm dann das Gepäck, sodass der kommende Anstieg ohne Ollis Hilfe bewerkstelligt werden konnte.

Derweil lief Olli allein von Zwickau bis nach Mechelgrün. Größtenteils führte die Strecke über den Jakobsweg. Für das Läuferherz war alles dabei: es ging bergauf und bergab. Es ging durch Wälder - teilweise abseits der Wege quer durch's Unterholz - es ging über Felder, teilweise durch hüfthohes Gras und über "normale" Wanderwege aus Schotter oder auf Wiese.

Am Ziel angekommen gab es eine herzliche Begrüßung mit Karla und nach dem Duschen erst mal Kaffee und Kuchen. Herrlich, selbst gebacken. Danke Karla! Später kam Gert dazu mit nicht minder herzlicher Begrüßung...es ist schön, bei euch zu sein!

Am späteren Abend kamen dann auch noch Mario mit Sam und Nele. Die große Runde war komplett und Nele sorgte mit ihren knapp 16 Monaten für das Unterhaltungsprogramm.

Ab morgen wird es reisetechnisch etwas entspannter. Bis Montag werden wir in Mechelgrün bei Wellners sein. Für die Woche danach gibt's noch keinen konkreten Plan...

 

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Tag 12 - Kontrastreich geht es weiter (Mit dem Zug von Mechelgrün nach München)

Da sind wir wieder. Nachdem wir die Pfingsttage bei Wellners in Mechelgrün sehr genossen haben, Karla und Gert uns mit tollen Erlebnissen, viel Schlaf und wahnsinnig gutem Essen verwöhnt haben (vielen, vielen Dank noch mal!!!), ging für uns heute die Reise weiter.

Unser ursprünglicher Plan sah vor, dass uns Ollis Fahrrad von Mario mit nach Mechelgrün gebracht wird und wir zu dritt gen Dresden radeln. Leider passte das Rad nicht in das Auto und so planten wir um. Nach einigem hin und her entschieden wir uns für Bayerns Landeshauptstadt München.

Also das volle Kontrastprogramm. Wir starteten unseren Urlaub mit sportlicher Betätigung und der Vermeidung jeglicher Hektik und befinden uns nun in einer Millionenstadt mit vielseitigen Kulturangeboten und weitaus höherem Geräuschpegel.
Karina war noch nie in der Heimat des aktuellen deutschen Fußball-Meisters und Olli auch noch nie mit wirklich viel Zeit.

Wir suchten uns, einen Tag vor Anreise, eine Pension im Stadtzentrum und fuhren gemeinsam mit Michi, Marios Bruder, und seiner Freundin Katharina im Zug von Hof nach München.

In der Pension angekommen, traf uns der Schlag. Nicht mal Karinas endloser Optimismus hielt dem Stand.

Die Rezeption des Hauses befindet sich in einer Abstellkammer, kaum auffindbar. Unser Zimmer befindet sich in einer Art Wohnung in die nur dünnste Trockenbau-Wände gezogen wurden, um diese zu unterteilen. Wir hören jegliche benachbarten Geräusche. Unser Nachbar sieht offenbar eine italienische Soap...
Und es ist nicht mal eine einfache zusätzliche Decke im ganzen Haus verfügbar, um diese auf die Fliesen unter Almas Bett zu legen. Alma und das Bett liegen nun auf mehren Lagen Handtüchern.
Bei einer Schlafmöglichkeit im Stadtzentrum Münchens muss man wohl solche Abstriche in Kauf nehmen - oder eben einen Hunderter pro Nacht drauflegen...

Nichtsdestotrotz freuen wir uns nun sehr auf morgen und wollen endlich die Stadt erkunden.

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Tag 13 - Es gibt viel zu entdecken (München)

Wir starteten den heutigen Tag bei leichtem Nieselregen auf dem nahegelegenen Viktualienmarkt. Dort kauften wir ein paar frische Naschereien für den Tag und schlenderten dann ins Zentrum zur Peterskirche und weiter auf den Marienplatz.

Wir warteten zwischen vielen Menschen auf das 11 Uhr Glockenspiel vor dem Neuen Rathaus. Genau um 11 Uhr hat es Alma nicht mehr gefallen und ihr Meckern ist wahrscheinlich auf allen 11-Uhr-Touristen-Glockenspiel-Videos der gefühlt tausenden anderen Touristen zu hören...

Wir flüchteten und fanden uns auf einer Einkaufsmeile wieder. Unser Kind bekam nun erstmal eine warme Mahlzeit und war dann bereit für ihre Mittagsruhe im Wagen.

Derweil betrachteten wir den Stachus und ein paar Läden von innen. Nachdem Alma wieder erwacht war, lockte passenderweise die Sonne nach draußen und wir verschnauften im Park gegenüber vom Dallmayer Haus.

Dann ging es auch schon langsam in Richtung Pension und wir machten noch einen ausgiebigen Halt am Spielplatz vor dem Jüdischen Gemeindezentrum.

Das war ein sehr schöner und eindrucksvoller Tag. Wir werden heute sicher gut schlafen und freuen uns schon auf morgen.

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Tag 14 - Glücklich getrennt (München bzw. Garmisch-Partenkirchen und Grainau)

Heute sollte jeder ganz kompromisslos seinen Wünschen nachgehen und so spalteten wir uns auf. Zunächst hieß es schnell fertigmachen und frühstücken, bevor wir zu dritt zum Bahnhof flitzten.

Naturliebhaber (Alma und Olli)

Alma und Olli fuhren anschließend in Richtung Alpen. Von München ging es mit dem Zug nach Garmisch-Partenkirchen. Dort gab es für Alma ein ordentliches Mittagessen bei VinzenzMurr und eine große Portion Mittagsschlaf.

Derweil spazierte Olli einfach drauf los - immer den Bergen entgegen. Das Ortsausgangsschild von Garmisch hat er gar nicht richtig wahrgenommen und schon waren die beiden Naturliebhaber im kleinen Örtchen Grainau. Dort untersuchten, in einem Urlaub vor vielen Jahren, Olli und seine Schwester täglich mit den Großeltern, wie das Wetter ist und ob es sich lohnt, auf die Zugspitze zu fahren. Diese Erinnerungen waren natürlich plötzlich wieder ganz nah und heute wäre so ein Tag gewesen, an dem sich die Auffahrt gelohnt hätte.

Als Alma ihren Schlaf beendet hatte, war erst einmal Vespern angesagt. Auf einer saftig grünen Wiese mit leuchtend gelbem Löwenzahn wurden die Decke ausgebreitet, die Zeit angehalten und erst mal Ausblick, Verpflegung und Beisammensein genossen.

Weiter ging es zum Bahn-Station nach Untergrainau. An dieser angekommen, stellten wir fest, dass noch ausreichend Zeit für eine zweite Stärkung ist. Also ging's in die "Gungl Stubn" und Alma aß Olli fast den kompletten, noch warmen, frisch aus dem Ofen genommenen Rhabarber-Kuchen weg.

Die Rückfahrt verlief so problemlos wie die Hinfahrt. Das freundliche Personal der Werdenfels-Bahn (Teil der DB) vergaß vor lauter Shakerei mit Alma mehrfach, die Fahrkarten zu kontrollieren.

Kulturliebhaber (Karina)

Nachdem die anderen beiden sicher am Bahnhof "abgegeben" wurden, ging es für Karina in die Maxvorstadt von München zu ihrem Museumsmarathon. Um 10 Uhr, gleich als erste, erkundete sie das sehr interessante Lenbachhaus.

Es beherbergt viele Gemälde von Künstlern, die in München tätig waren. Darunter befindet sich die größte Sammlung der Künstlergruppe "Der Blaue Reiter", die als Wegbereiter der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts gelten.

Nach zwei Stunden ging es weiter in das Unigelände der Technischen Universität München.
Da wurde, zwischen all den Studenten, in der Sonne Mittag gegessen und entspannt.

Die Erkundungstour durch das Viertel ging weiter und als nächstes stand das riesige Museum "Pinakothek der Moderne" auf dem Plan.
Neben einer Architekturausstellung beherbergt dieses auch eine Ausstellung der Klassischen Moderne, Graphik, Design und Gegenwartskunst.
Es gab viel zu sehen.

Der ausgiebige Kulturtag wurde mit einem Cappuccino und einem guten Buch im Straßencafé abgerundet.

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Tag 15 - Shopping Tour (München)

Der heutige Tag ist schnell erzählt. Das Wetter lud nicht gerade zum Picknick im Park ein, so blieb uns natürlich nur eine Alternative: Shoppen. Gleich nach dem Frühstück ging es entspannt los und als um 10:00 Uhr die Läden öffneten, standen wir bereits mit leuchtenden Augen vor den Türen.

Vom Lädchen bis zum Kaufhaus, von der Mütze bis zum Schuh. Alles haben wir betrachtet, probiert und teilweise gekauft. Zwischendurch gab's für uns alle etwas zu Futtern und für Alma das obligatorische Mittagsschläfchen und nun sind wir ein paar Münzen leichter.

 

Fotos gibt's heute keine. Regenwetter gibt es auch in anderen Städten gut zu sehen. :-)

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Tag 16 - Pfiat di. Schee war's! (München)

Heute hat es Olli nicht gehalten: Nach ein paar Tagen der Ruhe stand er freiwillig zeitig auf, um noch vor dem Frühstück laufen zu gehen. Die Tatsache, den englischen Garten in "Warm-up"- und "Cool-down"-Nähe zu haben, musste genutzt werden. Und tatsächlich hat es sich gelohnt. Nicht nur ein flottes Intervalltraining (6x 1 km á 4:00 min/km) und das Überholen eines Rasenmäher-Traktors haben ihn begeistert, auch die Surfer in den Stromschnellen des Schwabinger Bachs, der englische Park selbst mit seinen vielen Bäumen und dem Kleinhesseloher See sowie die Gedenkstätten gefielen ihm sehr.

Danach starteten wir ganz langsam in den Tag und fuhren gegen 11 Uhr mit der Straßen- und U-Bahn in den Olympiapark München. Dort angekommen, gab es erstmal ein kleines Picknick und Alma begab sich zum Mittagsschlaf in ihre Kutsche.

Olli und Karina erkundeten derweil die anliegende BMW-Welt und anschließend den Olympiapark.
1972 fand hier die Olympiade statt. Heute wird der Park mit seinen verschiedensten Bauwerken für allerlei Veranstaltungen, der TU München und von Museen genutzt.

Es herrschte dort reges Treiben. Eine E-Bike-Messe fand statt und überall schossen die Räder mit ihren Fahrern lang. Wir genossen die sich durch die Wolkendecke kämpfende Sonne und beobachteten unsere Umgebung.

Gegen 16 Uhr fuhren wir wieder in Richtung Stadtzentrum und schlenderten zu unserer Unterkunft.

Zum Abschluss gönnten wir uns eine Pizza, die wirklich ausgezeichnet schmeckte. Vor allem Alma fand gefallen am italienischen Genuss und futterte wie eine Europameisterin. :-)

Morgen geht es mit dem Zug zurück nach Dresden.

In diesem Sinne: Wiederschaun, Pfiat di God. Schee war's!

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Tag 17 - Heimfahrt (Von München über Hof nach Dresden)

Der letzte Tag unserer Reise begann sehr sonnig. München zeigte sich nach also noch mal von seiner schönsten Seite. Nach dem Frühstück und Check-Out sind wir gemütlich zum Bahnhof gelaufen und konnten uns dem Treiben auf dem Viktualienmarkt, am Marienplatz und auf der Kaufingerstraße noch einmal genüsslich hingeben.

Nach unzähligem Rolltreppen Auf und Ab organisierten wir noch ein paar Getränke und fuhren pünktlich um 10:44 Uhr vom Hauptbahnhof los.

Die Fahrt bis Hof gestaltete sich recht unkompliziert, hatten wir doch frühzeitig Alma's Kutsche verstaut und unsere Sitzplätze eingenommen. Das erwies sich vor allem aufgrund der von Bahnhof zu Bahnhof zunehmenden Fülle und Enge als vorteilhaft. Nur mit dem Einschlafen tat sich Alma etwas schwer, aber als es dann geschafft war, rückten Mama und Papa etwas zusammen, dass das Kind zwei Sitzplätze zum Ruhen nutzen konnte.

Der etwas von uns gefürchtete Umstieg in Hof vom gelben "Alex" (ALX) in die rote Regionalbahn (RB) funktionierte auch wunderbar, hatte man offenbar bei der Planung mitgedacht und die beiden sich anschließenden Züge auf gegenüberliegende Bahnsteige gelegt. Aus dem Zug, in den Zug war alles innerhalb weniger als einer Minute abgehakt.

Die Fahrt von Hof nach Dresden war nicht minder interessant. In Chemnitz stieg eine größere Gruppe Jungs ein, die einen Junggesellenabschied feierten. Mehr oder weniger leicht angetrunken "sangen" sie lauthals Lieder, die für Alma's Ohren sicher nicht bestimmt waren. Somit war auch diese Fahrt recht kurzweilig.

In Dresden angekommen, holte uns Opa vom Bahnhof ab und begleitete uns in die Neustadt. Da Opa heute erst mal für eine Woche in die Schweiz fährt, um Urlaub zu machen, war das Zeitfenster für ein Treffen entsprechend klein. Umso mehr hat es uns, und am meisten Alma, gefreut, dass der Treff kurzfristig geklappt hat.

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