Schweden 2015: Alma's Höhle ist da

Die Vorbereitungen beginnen: Alma's Reisebett ist eingetroffen

Alma's Reisebett - vom Papa getestet
Alma's Reisebett - vom Papa getestet

Schweden 2015: Testlauf I

Mit dem Rad von Dresden nach Moritzburg

Schweden 2015: Testlauf II

Tag 1: Von Dresden über Ottendorf nach Moritzburg

Tag 2: Von Moritzburg über Meißen nach Dresden

Schweden 2015: Testlauf III (ausgefallen)

Das Vorhaben

Quelle: Google Maps (http://maps.google.de)
Quelle: Google Maps (http://maps.google.de)

Aus der Dresdner Neustadt soll es nach Reinsberg bei Nossen gehen. Dort wollen wir uns mit einer Freundin, die wir passend zum Vorhaben in Schweden kennenlernten, treffen.

Die Wetterprognose

Quelle: Wunderground (http://www.wunderground.com)
Quelle: Wunderground (http://www.wunderground.com)

Die Prognose sieht nicht gut aus für unser Vorhaben. Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts mit ausgewiesener Regen- und Schneewahrscheinlichkeit.

Jetzt gilt es abwarten und ggf. neu planen. 

Die Durchführung

Um es kurz zu machen: Die Tour ist leider ins Wasser gefallen. Allerdings haben wir uns nicht hinter den Wetterprognosen versteckt und "gekniffen". Karina hat es erwischt - der grippale Infekt muss erst mal (vollständig) auskuriert werden.

Nun heißt es warten. Wenn Karina wieder fit ist, werden wir schauen, ob wir am ursprünglichen Plan festhalten oder ggf. improvisieren. Fakt ist: Am 18. April starten wir. :-)

Schweden 2015: Testlauf IV

Spontan nach Moritzburg

Aufgrund des schönen Wetters haben wir uns spontan entschieden, nach Moritzburg zu fahren. Mit einem Abstecher nach Bad Sonnenland, einem netten Grillabend und einem Ausflug ins Wildgehege war es ein rundum gelungenes Wochenende.

Tag 1: Der Start (von Dresden nach Moritzburg - 14,1 km)

Wir haben es geschafft - wir sind losgefahren und haben die erste Etappe hinter uns.


Wir haben uns eine bekannte Strecke herausgesucht und Almas Großeltern angesteuert. Die ersten knapp 15 km haben wir gut überstanden. Selbst der Anstieg nach Hellerau war durch unser Urlaubsfieber sehr erträglich. In Moritzburg werden wir nun die vorerst letzte warme Nacht genießen und sitzen derzeit am Kamin und erfreuen uns der gemütlichen Gemeinsamkeit.

Morgen soll es dann über Meißen in Richtung Torgau weitergehen.

Herzlichen Glückwunsch an die BVC-Frauen zum Aufstieg in die Sachsenklasse und den zweiten Platz an die Jungs. Wir haben uns sehr mit euch gefreut!

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Tag 2: Bier ist kein Alkohol (Von Moritzburg über Meißen nach Neuhirschstein - 33,7 km)

Nun sind wir raus aus der uns bekannten Umgebung und sind doch noch nicht weit. 
Wir sitzen grade in Neuhirschstein vor unserem Zelt auf einer schönen Bank, bei Kerzenschein, im Garten einer sehr netten Familie und schauen auf die Elbe. 

Uns geht es dufte! 

Wir sind heute Mittag, bei schönstem Wetter, mit vollen Bäuchen (lieben Dank an die wunderbare Gastgeberin Annegret) und mit vielen tollen Wünschen, beflügelt Richtung Meißen gestartet. Nach einem kurzen Stopp in Weinböhla - bei Susi und Emil - befinden wir uns nun genau in der Mitte zwischen Meißen und Riesa.
"Bier ist kein Alkohol" bekam Olli zu hören, als er das nette Angebot auf ein solches mit der Aussage, er trinke kein Alkohol, ausschlug. :-)
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Tag 3: Fahrrad abstellen kostet 5 Euro (Von Neuhirschstein über Riesa nach Dröschkau kurz vor Belgern - 42,9 km)

Unglaublich! Karina war heute eher als Alma wach.. dieser Öko-Lärm :)

Wir wurden heute Morgen vom lauten Gesang zahlreicher Vögel und der Sonne geweckt. 

Nun ging es weiter nach Riesa. Und da wir erst zur Mittagszeit dort waren, lobten wir die Nudelfabrik als unser Ziel aus. Alle drei SchubKrafts haben dort sehr gut gespeist.

Der Weg ging heute durch kleine niedliche Dörfer, vorbei an schönen alten Alleen und einer Schafherde mit einem Hirten. Der Wind wollte uns heute etwas ärgern, aber die strahlende Sonne machte es wett.

Nun sitzen wir vor unserem Zelt, irgendwo im nirgendwo, kurz vor Belgern bei einer Tasse Tee. Sehr schön!
"Fahrrad abstellen kostet 5 Euro" stand in Dröschkau auf einem Schild an einem Zaun. Radler scheinen hier äußerst Willkommen zu sein.
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Tag 4: Essen ist fertig [...] (Von Dröschkau über Belgern nach Torgau und von dort mit dem Zug nach Lutherstadt Wittenberg - 26,5 km)

Heute ging es schon zeitiger auf die Piste. Bereits vor 8:45 Uhr war Alma satt, sauber und glücklich, das Zelt abgebaut und alles verstaut. Um 9:00 Uhr erreichten wir das schöne Belgern.


Wie bereits am Vortag hatten wir massiv mit dem Wind zu kämpfen. Daher haben wir nach ca. 22 km in Torgau eine längere Pause eingelegt und spontan den Entschluss gefasst, einen Tag Puffer zu schaffen, in dem wir mit dem Zug weiter nach Wittenberg fahren.


Gesagt, getan. Wir sind heute im Ruderverein Wittenberg eingekehrt und dürfen für "nen Appel und n Ei" unser Zelt aufstellen und bekommen ein Frühstück. 10 m bis zur Elbe und ein wunderschöner Blick auf die Landschaft sind inklusive.


Morgen werden wir dann einen echten Pausentag einlegen und Sightseeing betreiben.

"Essen ist fertig. Komm herein - oder wir verhungern eben beide." stand auf einem Schild in Torgau am Eingang des Restaurants "Zur Schlosswache".

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Tag 5: Und immer schön 4,5 bar auf den Reifen haben (Lutherstadt Wittenberg)

Heute haben wir es ruhig angehen lassen. Nach einem ausgedehnten Frühstück im Vereinshaus des Ruderclub Wittenberg, unserer Herberge, sind wir in die Lutherstadt Wittenberg gegangen, um uns mit Ollis Schwester und ihrer Tochter zu treffen. Sie sind extra aus Leipzig angereist.

Ein bisschen Kultur, viel gelacht, viel gelaufen und gutes Essen haben den Tag zu einem sehr schönen werden lassen. Danke, das war toll!

Mittlerweile haben wir für den Start morgen die Vorbereitungen abgeschlossen und freuen uns auf unsere Schlafsäcke. Wenn wir morgen das Zelt aufschlagen, werden wir Sachsen-Anhalt verlassen und Brandenburg erreicht haben.

"Und immer schön 4,5 bar auf den Reifen haben" sagte uns zur Verabschiedung ein Radel-Pärchen, das wir beim Frühstück kennenlernten.
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Tag 6: Use the flow (Von Wittenberg über Bad Belzig nach Baitz - 50,6 km)

Heute Morgen haben wir uns von der Elbe verabschiedet und sind nach Brandenburg gefahren. Dort hatten wir neben super ausgebauten Radwegen auch deutlich weniger Gegenwind, sodass es super lief. 

Plötzlich macht das alles Spaß! ;-)

Gegen Mittag haben wie eine ausgedehnte Mittagspause in Klein Marzehns genossen. In der haben wir Alma k.o. getobt, sodass wir unser Tagesziel recht locker erweichen und Alma sich mit viel Schlaf erholen konnte.

Jetzt liegen wir in unseren Schlafsäcken wieder irgendwo im nirgendwo und hören Alma beim schlafen zu.
"Use the flow" ist unser Spruch, weiter zu fahren, wenn es gerade gut läuft und nicht aufzuhören.
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Tag 7: In Beelitz gibt's gar keinen Spargel (Von Baitz über Brück und Beelitz nach Potsdam, Sanssouci - 57,9 km)

Und wieder neigt sich ein wundervoller Tag dem Ende entgegen. Bereits um 11:30 Uhr hatten wir die ersten 25 km in den Reifen und haben eine sonnige Pause genossen. Wir haben sogar gekocht.

Gegen 15:30 Uhr trudelten wir dann in Potsdam auf einem tollen Camping-Platz ein. Dieser bietet sogar ein Baby-Bad, das Alma - quietschend und planschend - ausführlich in Anspruch nahm.

Zeit für einen Abstecher zum Schloss Sanssouci blieb auch noch. Die 15 km genoss vor allem Olli, der ohne Gepäck radelte und Alma im Wagen an Karina auslieh.

Jetzt sitzen wir am Templiner See und gönnen uns Spargel mit Fisch. Herrlich!
"In Beelitz gibt's gar keinen Spargel": Als wir durch Beelitz gefahren sind, haben wir nicht eine Stange Spargel geschweige denn ein ganzes Feld gesehen.
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Tag 8: Dickes B an der Spree (Von Potsdam über Berlin Spandau nach Berlin Hakenfelde - 42,2 km)

Und wieder haben wir das Bundesland gewechselt. Wir sind in unserer Hauptstadt angekommen... und wollen, so schnell es geht, wieder weg.

Von Potsdam ging es in Richtung Berlin lange am Wasser entlang und später durch Wald. Plötzlich waren wir in Berlin. Und auch da waren wir von den Waldwegen beeindruckt. Am schönen Wannsee haben wir ausgiebig pausiert und Olli konnte sogar ein kleines Nickerchen genießen.

Weiter ging es dann durch Wald etwas bergauf und bergab und *tadaa* waren wir in der Großstadt. Obwohl wir das Zentrum bewusst mieden: Menschen, Dreck, Lärm, Autos. Prinzipiell ist dagegen nichts einzuwenden, wenn man nach Berlin fährt, aber es ist das Gegenteil dessen, was wir auf unserer Reise suchen, brauchen und wollen.

Wir haben letztendlich unseren angepeilten Campingplatz gefunden und sitzen nun gemütlich und kochen Spargel. Unsere Nachbarn sorgen für Unterhaltung, es läuft irgendetwas Elektronisches mit vielen Beats pro Minute. Alma schläft erfreulicherweise trotzdem super. :-)

Die geplante Pause morgen werden wir um einen Tag verschieben und hoffen, in Oranienburg unsere Erholung zu finden.
"Dickes B an der Spree" ist eine freundliche Umschreibung in einem Lied von Seeed für die Stadt Berlin.
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Tag 9: Unser irisches Brandenburg (Von Berlin Hakenfelde über Hennigsdorf, Birkenwerder nach Oranienburg - 33,7 km)

Heute waren verschiedene Dinge etwas durcheinander und zum bisherigen Tagesablauf ungewöhnlich:

  1. Alma hatte einen interessanten Rhythmus: Normalerweise ist sie während des Zeltabbaus aktiv und schläft während der Fahrt: Heute war es genau umgekehrt.
  2. Bei der Abfahrt vom Berliner Zeltplatz ist Olli's Fahrradständer gebrochen. Passierte bisher auch nicht.
  3. Üblicherweise startet der Abend mit dem Zeltaufbau und der Vorbereitung für den kommenden Morgen.  Heute war das anders. Wir übernachten in Oranienburg in einem Ruderverein und haben das kleine Vereinshaus für 3,- Euro / Person / Nacht komplett für uns allein. Und für den kommenden Tag müssen wir auch nicht viel vorbereiten: Morgen ist Pause! :-)
  4. Außerdem haben wir noch - ungewöhnlich für unsere Reise - ein etwas spontanes Date gehabt. Konkret haben wir uns mit zwei Freundinnen getroffen, die Karina während es Auslandsaufenthalts in Irland kennengelernt hat. Helene und Steffi: Das war sehr schön mit euch! Danke, dass wir mit euch einen so schönen Nachmittag verbringen konnten.
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Tag 10: Ruhetag (Oranienburg)

Heute ist nicht sonderlich viel passiert. Wir waren in einem Waschsalon Wäsche waschen und haben den Nachmittag mit Lesen, Spazieren und Einkaufen verbracht. Das Wetter lud auch tatsächlich nicht zu anderen Aktivitäten ein.

Abends haben wir den morgigen Tag vorbereitet. Das Müsli für's Frühstück und der Nudelsalat für's Mittag sind fertig. :-)

Unser Highlight war allerdings unsere Alma: Sie hat Karina heute das erste mal zugewinkt. Das war ein toller Moment!
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Tag 11: Wir Radler müssen doch zusammenhalten (Von Oranienburg über Zehdenick nach Dannenwalde - 60,6 km)

Heute kommt unsere kleine Zusammenfassung etwas später. Wir haben gestern eine Unterkunft gefunden, in der es kein Netz gibt.

Früh ging es los, bereits kurz nach 9 Uhr waren wir unterwegs. Nach 25 km haben wir an einer Schleuse unsere Mittagspause gemacht. Da es allerdings ziemlich kalt war, hielten wir uns kurz.

Nach knapp 50 km hatten wir unser geplantes Ziel gefunden. Gasthaus "Zur Fähre" in Burgwall. Dort fühlten wir uns allerdings nicht gut aufgehoben. In der Kneipe wurde geraucht, nur gemeckert (über die allgemeine Gesamtsituation) und über Ausländer gelästert. Insgesamt destruktiv, sodass es bei einem entkoffeinierten Kaffee und einem Stück Kuchen blieb.

Wir sind also weiter geradelt, auf der Suche nach einer netten Bleibe. Im Wald, auf einem Campingplatz oder irgendwo. Alma wurde dann etwas ungeduldig und wir sprachen einen Herren an, der am Zaun seines Grundstücks stand.

Wir waren herzlich willkommen und durften nicht nur die Wiese für unser Zelt nutzen - uns stand sogar ein ungenutztes Häuschen zur Verfügung: Ofen, Dusche, WC, warmes Wasser, Strom, Terrasse mit Gartenmöbeln - alles war vorhanden. Vielen Dank an die nette Familie, für die liebevolle Gastfreundlichkeit!
"Wir Radler müssen doch zusammenhalten" sagte der nette am Zaun lehnendede Herr, als wir darum baten, unser Zelt aufschlagen zu dürfen.
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Tag 12: Nie vergessen, nie vergeben (Von Dannenwalde über Fürstenberg nach Strasen - 42,8 km)

Heute ging es nicht mehr so locker von statten. Die gestrigen 60 km steckten uns doch ganz schön in den Knochen.

Kurz vor zehn haben wir unsere Unterkunft in Dannenberg verlassen und sind in Richtung Fürstenberg unserer Mittagsstätte geradelt. Kurz bevor wir dort angekommen sind, haben wir ein Mädchen-/ junge Frauen-KZ besucht. Dort wurde uns mal wieder bewusst, zu welch schrecklichen Taten der Mensch in der Lage ist.

Unsere Pause haben wir dann in Fürstenberg gemacht. Ein wunderschönes Fleckchen Erde - in einem kleinen Park direkt am See.

Nach reichlich 40 km haben wir in einem Garten unser Zelt aufschlagen dürfen. Die vier Hunde haben sich auch sehr über Alma's Anwesenheit gefreut - und umgekehrt.

Jetzt ist es 21:30 und die Mädels schlafen bereits tief und fest. Schön, die entschleunigte Zeit in der Natur...

"Nie vergessen, nie vergeben" stand auf einem Schild im Jugend-KZ für Mädchen und junge Frauen Uckermark.


"Die Hoffnung ist wie ein Feuer, an dem man sich aufwärmt, wenn es rundherum kalt ist.

Solange wir gegen den Hitler gekämpft hatten, dachten wir: 'Morgen wird Gerechtigkeit sein...'

Daraus ist nichts geworden.

Jetzt darf man die Glut nicht ausgehen lassen.

Aus der Glut kann einmal ein neues Feuer werden.

Aber wenn's ausgeht, bleibt nur kalte Asche."

Jelka, Partisanin und Antifaschistin in Koroska/ Kärnten

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Tag 13: Sind wir noch in Brandenburg? (Von Strasen über Neu Canow nach Wesenberg - 25,7 km)

Heute haben wir den spätesten Start der bisherigen Reise hingelegt. Wir drei haben wunderbar und bis 8:00 Uhr geschlafen. Das tat gut.


Wir sind dann entsprechend spät - so gegen 11 Uhr - losgefahren und bis zur Mittagspause (in Neu Canow) nicht weit gekommen. Dort haben wir ausgiebig gespeist und sind mit Regeneinbruch weiter gefahren. Der Regen begleitete uns dann fast eine Stunde lang bis nach Wesenberg.


In Wesenberg haben wir in einer Ferienwohnung in der Anlage Kanumühle eingecheckt. Hier werden wir für zwei Nächte mal wieder in einem Bett schlafen - herrlich. Die Vorfreude ist groß.


Morgen steht dann wieder eine Pause auf dem Programm.

"Sind wir noch in Brandenburg?" hat Olli einen Mann in Neu Canow gefragt. Daraufhin wurden wir aufgeklärt, dass wir bereits am Tag 12 das Bundesland gewechselt hatten und bereits in Mecklenburg-Vorpommern angekommen sind. Fürstenberg (Havel) war der letzte Ort in Brandenburg auf unserer Reise.

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Tag 14: Tag der Arbeit (Wesenberg)

Das hatten unsere Beine nötig: einen ganzen Tag Pause. War das schön!


Nach einem ausgiebigen Frühstück mit frischen Brötchen hieß es erst mal Entspannen. Olli machte ein Schläfchen und Alma vergnügte sich mit Karina.


Nach Alma's Mittag tauschten die Rollen: Mama-Schläfchen und Alma hatte Papa-Zeit. Alma und Olli fuhren ein bisschen mit dem Rad durch die Gegend und als Alma ihre Mittags-Nickerchen genoss, vesperte Olli am Feldrand und las ein bisschen im Buch.


Später schlenderten wir zu dritt in ein Kaffee. Bei frisch gebackenem Kuchen und Tee genossen wir am Nachmittag den Blick auf den Woblitzsee.


Abends genoss Alma noch ein Entspannungs-Bad und schlief vom vielen Pausieren bereits während ihres Abend-Trunks erschöpft ein.


So neigte sich ein Tag voller Müßiggang schnell dem Ende. Morgen geht's dann weiter nach Röbel...

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Tag 15: Baustellenromantik (Von Wesenberg über Mirow und Röbel a.d. Müritz nach Sietow - 43,5 km)

Heute ging es endlich wieder auf's Rad - unsere Oberschenkel freuten sich schon.


Gestärkt haben wir uns zunächst wieder in der Kanumühle beim ausgiebigen Frühstück. Gegen 9:45 Uhr haben wir dann ausgecheckt und sind losgezogen.


Unsere Mittagspause verbrachten wir in Vipperow am "Tante Emma Laden" (der hieß wirklich so) - bzw. auf der Wiese an der Kirche. Nach einem kurzen Nickerchen ging es weiter zu Karina's Verwandtschaft in Röbel.


Tante Monika, Billy, Holger, Senta, Rosa und Florian begrüßten uns auf's Herzlichste. Kaffee bzw. Tee und Rhabarberkuchen gab es oben drauf. Und eine spezielle Übernachtungsmöglichkeit ergab sich im Gespräch auch noch:

Die kommende Nacht werden wir auf der Baustelle eines Einfamilienhauses verbringen. Fenster, Wände und Estrich sind bereits vorhanden - das war's dann aber auch schon. :-) Ach ja - Strom gibt's und ein Dixie-Häuschen.


Wir sitzen nun bei Kerzenschein und schreiben diesen Text - für uns ergibt sich somit die perfekte Baustellenromantik.

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Tag 16: Hummel-Stich (Von Sietow über Waren und Jabel nach Bornkrug (Dobbin-Linstow) - 45,7 km)

Bei bestem Wetter sind wir auf dem Müritz-Rundweg gestartet. Vorbei an wunderschönen Rapsfeldern mit Müritzblick ging es durch Klink einen recht holprigen Radweg entlang.


In Eldenburg haben wir auf einer sonnigen Bank unsere erste längere Pause - bei Fischbrötchen, Eis und Hafenblick - gemacht. Von dort ging es weiter durch den Naturpark Nossentiner/ Schwinzer Heide. Herrlich führte uns der Weg durch den Wald, der auch direkt zum erneuten Rasten einlud. Gesagt, getan. Der Plan, Alma für die nächste Etappe kaputt zu spielen, ging voll auf. Alma schlief anschließend ein drittes Mal am Tag.


Die Pause wurde lediglich durch einen Hummel-Stich getrübt. Olli hat es erwischt. Während er sich etwas Schlaf holen wollte, setzte sich das kleine Tier auf seinen rechten Handrücken und stach zu. Nun ja - mit Globuli, Spitzwegerich und Ruhe wird das schon wieder.


Im kleinen Örtchen Bornkrug (Dobbin-Linstow) haben wir unser Schlafdomizil gefunden. Auf einer frisch gemähten Wiese des Forstamts dürfen wir verweilen. 


Gleich gegenüber ist das einladende Wirtshaus "Zur alten Post", in dem wir auf's netteste empfangen wurden. Mit der Wirtin verbrachten wir einen anregenden und gemütlichen Abend.

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Tag 17: Ich krieg' ne (A)Meise! (Bornkrug (Dobbin-Linstow))

Nach einer verregneten Nacht im Zelt sind wir noch einen Tag länger in dem kleinen Örtchen Bornkrug geblieben. Wir haben es uns mal wieder richtig gut gehen lassen. Wir haben die Sonne, gutes Essen und die warme Luft genossen.


Das entspannte Tagesschläfchen musste aber leider ausfallen, da unser Zelt von Ameisen besetzt wurde. 

Nach Abbau und, an anderer Stelle, erneutem Aufbau des Zeltes, noch mal die gleiche Erkenntnis: So viele Ameisen...

Es blieb uns nichts anderes übrig, als alle Sachen auszuräumen, die kleinen Tierchen abzuschütteln, alles wieder einzupacken und das Zelt abzubauen. 

Die heutige Nacht verbringen wir nun im Wirtshaus. Hier scheint es uns sicher zu sein. 


Wie wir erfahren und uns belesen haben, findet zu dieser Zeit der "Hochzeitsflug" der Ameisen statt. Wir hoffen sehr, dass diese nicht allzu lange feiern und wir bald wieder beruhigt zelten können.

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Tag 18: Ein Bett im Rapsfeld (Von Bornkrug (Dobbin-Linstow) über Krakow am See nach Güstrow - 47,5 km)

Heute Morgen sind wir bei leichtem Niesel-Regen in Bornkrug losgefahren. Bei angenehmen Temperaturen um die 18 Grad war das aber nicht weiter schlimm.


Unsere Pause haben wir in Krakow am See tatsächlich direkt am See verbracht. Pünktlich als die Kartoffeln fertig gekocht waren, fing es wieder an zu regnen. Machte nix - wir haben uns untergestellt.


Anschließend sind wir immer bergauf - bergab nach Güstrow gefahren. Netter Ort, wenn auch schon zu besiedelt, für unseren (Urlaubs-)Geschmack. :-) Unser Zelt haben wir ca. 1km hinter dem Orts-Ausgangsschild zwischen Fluss und Rapsfeld aufgeschlagen. Und während Alma ihr Abendessen bekam (Gurke liebt Alma über alles!), wurde es sehr windig und am Horizont schwarz: Ein Gewitter zog heran. Also hieß es, sammeln - Gedanken, sowie alle Habseligkeiten im Zelt.


Wir entschieden uns statt Hocke (Verkleinern der Angriffsfläche) mit geschlossenen Füßen auf einem Isolator (Vermeidung von Schrittspannung) für die Flucht. Wir radelten, unsere Sachen im Zelt lassend, nach Güstrow zurück. Dort haben wir das Gewitter aus sicherer Umgebung vorbei ziehen lassen können.


Jetzt sitzen wir im Zelt und der Wind weht gewaltig. Nun wird unser Zelt nicht nur die Regenfestigkeit beweisen müssen.


P.S.: Fotos gibt es heute leider keine - die Kamera streikt. :-(

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Tag 19: Chaos und fleißige Helfer (Von Güstrow über Bützow und Schwaan nach Rostock - 52,9 km)

Wir haben die Nacht trotz starken Winds super überstanden und auch sehr gut geschlafen. Das Zelt hat den Test ebenfalls hervorragend bestanden.


Weiter ging es nach Bützow. Und dort sahen wir, welches Glück wir mit unserer Entscheidung hatten, gestern nicht wie geplant bis dorthin weiter zu radeln. Der Sturm - also das Zentrum dessen - hat Verheerendes angerichtet: Wir sahen entwurzelte Bäume, abgetragene Dächer, beschädigte Autos und Häuser, denen Wände fehlten. Unser Radweg nach Rostock war aufgrund des Sturms und entwurzelter Bäume für mehrere Kilometer ebenfalls nicht befahrbar. Es war schlimm!


Schön war andererseits festzustellen, dass viele fleißige Helfer vor Ort waren, die dem Chaos entgegentraten. Wir haben auch Handwerker getroffen, die aus Rostock auf dem Weg nach Bützow waren, um zu helfen und sich "von vorn nach hinten helfend vorzuarbeiten".


Da wir mit Rückenwind gut voran kamen, haben wir es heute sogar "ungewollt" bis nach Rostock geschafft. Dort übernachten wir kurz hinter dem Ortseingang auf einer Pfarrwiese. Die freundliche Pfarrerin war so nett, uns die Wiese für unser Zelt zu überlassen. Küche, Dusche und WC des Gemeindehauses dürfen wir ebenfalls mitbenutzen. Klasse!

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Tag 20: Da ist sie! Die Ostsee! (Von Rostock über Warnemünde nach Ostseebad Kühlungsborn - 41,4 km)

Nach unserem leckeren Obst-Müsli-Frühstück ging es bergab ins Zentrum Rostocks an den Hafen.

Wie in jeder Stadt hat auch Rostock große Kontraste zwischen sehr schönen und unangenehmen Stadtteile. 


In Warnemünde sind wir dann auf den Ostsee-Radweg gekommen und haben das erste Mal die Ostsee gesehen. Herrlich. Nun sind wir endlich angekommen. Mussten wir "nur noch" knapp 25km nach Kühlungsborn radeln. Das gestaltete sich jedoch schwieriger, als gedacht: Die steife Briese traf uns nämlich direkt von vorn.


Gegen 16:00 Uhr war es dann aber endlich soweit. Wir erreichten unser Ziel und suchten uns über ein Vermittlungsbüro eine Ferienwohnung. Diese ist toll eingerichtet und lässt, bis auf das WLAN, nichts zu wünschen übrig. Wir würden für das abschließen, fahren und wieder anschließen der Fahrräder mehr Zeit benötigen, als zu Fuß zum Strand zu gehen... :-)

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Tag 21: Planlos. Herrlich! (Kühlungsborn)

Wir haben den Tag wunderbar genossen und intensiv verbracht.


Noch vor dem Frühstück gab es statt Zeltabbau eine intensive Alma-Knuddelrunde. Anschließend erholten wir uns davon mit Müsli bzw. Brötchen und Frühstücksei sowie einem Vormittagsschläfchen - Was Alma gut tut, tut uns schließlich auch gut. :-)


Danach gab es ein spartanisches Mittag und einen sehr langen Spaziergang in den Westen Kühlungsborns: Hin an der Ostsee und zurück durch den Stadtwald. Sehr schön, wenn auch super touristisch.


Seit dem Abendessen (Olli hat eine Reis-Gemüse-Fischpfanne mit Rotbarsch bereitet) sitzen wir auf der Couch und lesen bzw. planen grob die Strecke durch Schweden.


Das war Entschleunigung vom Feinsten!

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Tag 22: Bastorfer Landweg (Kühlungsborn)

Der Morgen startete wie gestern: Knuddeln mit Alma. Das fetzt.


Anschließend haben wir wieder zu den Rädern gegriffen und sind vor den Wochenend-Tourismusströmen in Kühlungsborn geflüchtet. 

Dabei ging es bewusst durch Olli's Jugend. Vor ca. 25 Jahren war er auf dem Bastorfer Landweg in einer Ferienwohnung im Urlaub. Und heute wurden schöne alte Erinnerungen wieder hochgeholt.


Weiter ging es zum Leuchtturm in Bastorf, an dem wir ein paar leckere regionale Produkte verspeisten. Alma mochte unsere Brötchen auch mehr als ihren Spinat-Fisch-Brei...


Der Nachmittag verlief mit einer Menge Müßiggang. Etwas spazieren, ruhen und lesen. Olli stimmt sich mit "Mio, mein Mio" von Astrid Lindgren so langsam auf Schweden ein.


Nach dem Abendessen (Olli hat wieder lecker gekocht) ging es ab auf die Couch zur zweiten Entspannungsrunde.

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Tag 23: Der dritte Zahn ist da. (Kühlungsborn)

Heute, pünktlich zu Almas 9. Monatstag, hat sich ihr dritter Zahn blicken lassen. Es ist ihr linker oberer Schneidezahn. Und der vierte kündigt sich genau daneben langsam an. Wie aufregend!


Almas Entwicklung ist und bleibt sehr spannend. Durch genaue Beobachtung, Nachahmung und Ausprobieren lernt sie von Tag zu Tag immer mehr.


Sie probiert nun mit der Zunge zu schnalzen, zu pusten und kann bewusst in verschiedenen Tonlagen lachen. Das klingt sehr lustig.


Sie brabbelt wahnsinnig viel, laut und hin und wieder klingt es, als singe sie. Viele verschiedene Buchstaben und Silben sind schon dabei. Manches klingt wie ein 'Hallo', 'Hey', 'Mama' oder auch 'Papa' (Papa klingt bei ihr aber noch sehr sächsisch - 'Baba').


Die Fortbewegung erfolgt durch Herumrollen auf dem Boden oder rückwärts Schieben. Vorwärts will es noch nicht ganz klappen. Alma arbeitet aber fleißig daran, das zu ändern.


Dies war ein kurzes Update von uns. Ansonsten war heute wieder ein schöner fauler Tag mit frischer Luft, Ostsee und schlafen. Wir rüsten uns nun schon langsam für Mittwoch, wenn unsere Reise in Richtung Westen weitergeht.


P.S. an alle, die uns Kommentare an den Beiträgen bzw. im Gästebuch hinterlassen haben

Danke, dass ihr bei uns seid und uns das auch wissen lasst. Wir freuen uns immer sehr, wenn wir einen Hinweis per E-Mail bekommen, dass ihr uns geschrieben habt!


Danke Akki, Barbara, Beate, Caro T., Frank W., Hannes, Jenny, Jens, kadi + sdn, Karina Preißl, Karla & Michi Wellner, Kris, Mandy, Martina & Laurenz, Romy, Ronald, Schubis, Susan H. sowie Werner.

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Tag 24: Der Olli mit dem 'Molli' (Kühlungsborn über Warnemünde und Bad Doberan zurück nach Kühlungsborn - 48,1 km)

Es ging heute wieder auf's Rad. Ohne Gepäck und in die Richtung aus der wir gekommen sind, nach Warnemünde.


Am geschäftigen Hafen angekommen, holten wir uns, wie bisher jeden Tag an der See, frischen Fisch. Diesen genossen wir geräuchert mit etwas Brot am Strand. In Sichtweite trainierten ein paar Jungs Beachvolleyball und die Sehnsucht nach unserem Sport wurde bei uns geweckt.  Gestärkt ging es weiter in das Landesinnere, nach Bad Doberan.


Neben dem schönen Ort war das absolute Highlight für Olli der "Molli", die historische Bäderbahn. Als Eisenbahner-Enkel hat er als kleiner Junge an diesen Schienen schon viele Stunden mit seinen Großeltern verbracht und das Pfeifen und Schnaufen der Lock aufmerksam verfolgt.


Mit "Molli" ging es dann durch schöne Landschaften von Bad Doberan nach Kühlungsborn zurück.

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Tag 25: Kneipp-Kur (Kühlungsborn)

Der heutige Tag war geprägt von den Vorbereitungen für morgen, wenn wir die Ferienwohnung schon wieder verlassen und gen Wismar aufbrechen.


Zuvor waren wir aber schön am Strand und haben die Füße ins kühle Nass gehalten. Das war super wohltuend und ganz im Sinne des Herrn Kneipp.


Nachmittags haben wir dann unsere Kiste mit den Dingen, die wir nicht (unbedingt) brauchen, geleert und den Inhalt in die Heimat geschickt. Etwas Ballast losgeworden zu sein, tut gut, wenn auch ein kleiner Schweden-Krimi über knapp 500 Seiten hinzugekommen ist und uns Astrid Lindgrens 'Kinder von Bullerbü' ab sofort für die nächsten Kilometer begleiten werden.

Tag 26: Zimmer mit Meerblick (Von Kühlungsborn über Rerik nach Wismar - 51,7 km)

Heute Morgen war es wieder soweit. Der übliche Rhythmus (aufstehen, Alma startklar machen, frühstücken, die Körper pflegen, Sachen packen) lief an. Nach fünf Tagen ohne Quartierwechsel fuhren wir dann los.


Der Schweden-Krimi mit knapp 600 Seiten (Olli hat noch mal nachgezählt) wurde letzte Nacht noch ausgelesen. Das Buch war so fesselnd, dass Olli es unbedingt noch zu Ende lesen musste. Das sparte Gewicht. Das Buch und die Muttertags-Blümchen von Karina haben wir kurzerhand an ein älteres Ehepaar verschenkt, die völlig überrascht aber sehr erfreut waren. Das war ein toller Moment, zwei Menschen so einfach so glücklich gemacht zu haben.


Die Fahrt heute war insgesamt ziemlich anstrengend. Der Wind war fast nie in unserem Rücken und blies recht heftig. Dennoch haben wir über 50 km in den Knochen.


In Wismar haben wir uns dann im alten Hafen eine Kiste Räucherfisch geholt. Sprotten, Kabeljau, Lachs, Forelle, Makrele, ... alles dabei. Das Abendessen war gesichert (wir haben letztlich fast ein Drittel geschafft), fehlte nur noch eine Schlafmöglichkeit. 


Als Alma keine Lust mehr hatte, haben wir ein älteres Ehepaar vor deren Haus angesprochen. Wir wurden mit den Worten begrüßt: "Wollen Sie uns besuchen und hier einziehen?" :-) So viel zu weiblicher Intuition... Auf unsere Anfrage nach einem Stück Wiese für unser Zelt, wurden wir auf das Freundlichste Willkommen geheißen und haben eine Wohnung im Haus des Ehepaars bekommen. Damit nicht genug: Wir haben freien Blick auf die Ostsee, den Hafen und die Altstadt von Wismar! 

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Tag 27: Das Feld sieht soo fluffig aus. (Von Wismar über Boltenhagen nach Brook - 31,7 km)

Der heutige Tag startete mit einem ausgiebigen Frühstück in freundliche Gesellschaft. Die nette Familie hat uns nicht nur die Besucherwohnung für eine Nacht überlassen sondern uns zum Frühstück eingeladen. Alma ließ auch gleich ihr morgendliches Frühstück links liegen und verspeiste stattdessen Mama's regionales Bio-Ei vom Nachbarn. Herrlich! So eine Gastfreundschaft. Damit haben wir nicht gerechnet. 


Ungewöhnlich spät, dennoch sehr entspannt, sind wir losgefahren und haben an einem Sanddorn-Laden eine längere Pause verbracht. Alma hat die Sonne und die Freiheit des Herumrollens genossen, Karina hat gelesen und Olli mal wieder ein Schläfchen gehalten.


Weiter ging es in Richtung Travemünde. Wir radelten, bis wir plötzlich auf eine wunderschöne Nische stießen, die etwas abseits vom intensiven Feiertags-Radel-Trubel liegt und Blick auf die Ostsee bietet. Hier wollten wir bleiben und werden an diesem schönen Fleckchen Erde die Nacht im Zelt verbringen.


Von Karina's Mama bekamen wir für die Reise ein paar Kügelchen mit Blumensamen geschenkt, mit der Idee, diese an besonders schönen Orten zu lassen oder besonders netten Bekanntschaften zu verschenken. Die Kügelchen kamen heute zum ersten Mal zum Einsatz: Für Familie Meutel aus Wismar, die uns so freundlich Willkommen hießen und ein Platz an der Steilküste kurz nach Boltenhagen. Dort war die Aussicht in alle Richtungen herrlich - (laut Karina "fluffige") Felder, Ostsee, blauer Himmel, keine Autos, keine Häuser. Traumhaft.

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Tag 28: Wir mögen Menschen (Von Brook nach Lübeck/ Travemünde - 34,2 km)

Perfekt vorbereitet starteten wir in den heutigen Tag. Das Frühstück hatten wir bereits gestern Abend geschnippelt und verrührt, alle Taschen vorbereitet und gepackt. 8:45 Uhr fuhren wir schon los.


Eine Stunde später erreichten wir schon unser Ziel - Travemünde. Am Hafen angekommen, begrüßten uns große Fähren, Segelschiffe und schicke Boote.


Doch wo fährt am nächsten Tag die Fähre ab? Das war gar nicht so einfach zu finden und wir fragten uns durch. Die Fähre fährt nicht von dem Hafen im Zentrum ab, sondern etwas außerhalb, eine halbe Stunde Radfahren entfernt. Gut, dass wir heute alles klären konnten.


Nach einer Stunde bummeln in Travemünde fuhren wir zu unserem Schlafplatz: Ein wunderschöner Hof mit großem Garten, Obstbäumen hier und dort, ein liebes älteres Ehepaar und ein paar Pferde gleich neben unserem Zelt. Unter einem großen Kastanienbaum schlummert Alma und wir legen uns gleich dazu.


Jetzt heißt es erstmal wieder faulenzen und Städteurlaub genießen. Wir freuen uns schon sehr auf Helsinki und Stockholm... und auf eine richtige Bettdecke.

"Wir mögen Menschen" erläuterte uns das liebe ältere Ehepaar, bei denen wir heute im Garten übernachten, sei der Grund, warum sie ihren Hof auch bei "Camp in my Garden" (Vermittlungsportal für Privatanbieter von Zelt-Unterkünften) einstellten. Freundliche Menschen seien bei ihnen stets herzlich Willkommen.

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Tag 29: Vom Hundertsten ins Tausendste (Travemünde)

Heute ist es soweit. Heute sind wir den letzten Tag in Deutschland. Der "4-Wochen-Testlauf" vor der Haustür durch unsere Heimat hat ein Ende und es geht in die echte Ferne.


Damit die Finnen und Schweden uns ins Land lassen, hat der Tag mit einem Friseurbesuch begonnen. Karina's Haare sind nun etwas kürzer und Olli hat auf Alma aufgepasst.


Danach ging es zum Mittag zum Italiener. Dort gab es ein Spargelsüppchen und traditionelle landestypische Kost. Alma hatte Penne und wir haben gestaunt, was in den kleinen Bauch alles hinein passt. Der Teller war bis auf den letzten Krümel leer gegessen und Alma genoss sichtlich gesättigt und zufrieden ihren Mittagsschlaf.


Die Zeit verging schnell mit restlichen Einkäufen in gewohnten Läden und wir fuhren zurück zum lieben älteren Ehepaar von gestern, wo wir unsere Sachen parkten. Dort angekommen, wurden wir direkt zu Kaffee und Muffin eingeladen und unterhielten uns sehr lange. Dabei kamen wir immer wieder vom Hundertsten ins Tausendste. Familie Kallmeyer hatte viel zu erzählen und wir staunten über die vielen tollen Erlebnisse. Das war ein wundervoller Abschied.


Mittlerweile sitzen wir am "Skandinavienkai" und warten auf den Check-In. Dieser läuft zwar seit 20:30 Uhr, aber wir sollen uns keine Illusionen machen, vor 23:00 Uhr auf's Schiff zu können. Also heißt es geduldig bleiben.


Ab morgen, so der Plan und die Hoffnung, werden wir nur noch über's Internet erreichbar sein, sofern die bestellte Sim-Karte funktioniert wie gedacht. Andernfalls sind wir nicht auf's Handynetz sondern auf verfügbare WLANs angewiesen.

Update:

Wir sind auf dem Schiff und haben unsere Kabine bezogen. Dank Alma fuhren wir an allen wartenden Passagieren vorbei, waren die ersten auf dem Schiff und wurden sogar mit Begleitung gelotst. Spannend. Jetzt heißt es aber schnell ins Bett, war für uns alle doch recht anstrengend.
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Tag 30: Eine Bootsfahrt, die ist lustig... (Von Travemünde mit der Fähre nach Helsinki, Finnland)

Nachdem sich die Aufregung nach unserer gestrigen Nacht- und Nebelaktion gelegt hatte, haben wir heute etwas schaukelnd geschlafen, bis uns Alma zur gewohnten Zeit, gegen 6:30 Uhr, geweckt hat. Ab 8:30 Uhr finnischer Zeit (also 7:30 Uhr in Deutschland) gab es dann ein ausgiebiges Frühstück vom Brunch-Buffet. Alma hat ganz alleine ihr Frühstücksei mit beiden Händen gehalten, gemustert und dann einen riesigen Bissen genommen. Das sah soo niedlich aus.


Nach dem Frühstück haben wir uns noch mal ins Bett gepackt. Und wir haben alle 3 Stunden geschlafen. Das tat gut.


Nachdem wir die interessanten Decks und die Außenflächen erkundet hatten, nutzten wir die viele Zeit und lasen. Dann ging es auch schon wieder zum Abendessen - wieder ein leckeres Buffet - und der Tag war ganz schnell um. 

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Tag 31: Regentanz im Gefängnis (Helsinki, Finnland)

Nach einem ordentlichen Frühstück an Board der "Finnlady" waren wir bereits im äußeren Hafen "Vuosaari" von Helsinki angekommen. Nun hieß es erst mal, rein in die Stadt und Hotel finden. Wir wussten, dass wir dafür eine Fahrt von reichlich 20 km vor uns hatten.


Dank des bisher einwandfrei funktionierenden Navis "Garmin Edge 1000" (toi toi toi) war es kein Problem, das Hotel zu finden. Es liegt unweit vom inneren Hafen von Helsinki, unserem Abfahrtsort am Mittwoch nach Schweden, wurde 1837 erbaut und ist früher ein Gefängnis gewesen. Der typische Aufbau (Mittelgang mit gut einsehbaren Treppen) blieb erhalten und das Gefängnis-Flair wird hier marketingmäßig komplett ausgeschlachtet.


Nachdem wir eingecheckt haben, luden wir zunächst unser Gepäck im Zimmer ab und gingen anschließend in die Stadt spazieren.


Unser bisheriger Eindruck von Helsinki: Eine Mischung aus Dresdner Neustadt (kleine schöne Läden), Paris (Künstlerviertel) und Prag (Straßenbahnen). Die Leute auf der Straße waren eher reserviert, wenn auch nicht unfreundlich. (Vielleicht liegt es auch daran, dass wir gut gelaunt in Urlaubslaune sind und die Finnen bei trüben Wetter und Regen am Montag wieder zur Arbeit mussten...!?) Und alle, mit denen wir Kontakt hatten, sprachen super Englisch.


Am Abend nahm Alma eine Raindance-Dusche zu sich. Mit etwas verwundertem Blick nahm sie die Situation zur Kenntnis und ließ es über sich ergehen.

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Tag 32: Hop On - Hop Off (Helsinki, Finnland)

Wir waren überrascht, welch angenehmes Frühstück es in einem finnischen Gefängnis gibt. Alma hat wieder ihr obligatorisches Ei verspeist und für Karina und Olli gab es sogar "kofeiiniton kahvi" (entkoffeinierten Kaffee).


Anschließend haben wir unsere ganz eigene Hop On - Hop Off Tour durchgeführt. Wir haben uns an einer offiziellen Route orientiert, sind jedoch zu Fuß die Strecke abgelaufen. Das war nicht nur viel gesünder, hat uns auch eine Menge Geld gespart. Nur (andere) Touristen wollten wir nicht in "unserem" Bus mitnehmen...


Am späten Nachmittag, also zwei Alma-Schläfchen später, sind wir wieder zurück ins Gefängnis gegangen und waren später im Restaurant Abendessen. Das gesparte Geld musste ja schließlich irgendwo hin. Bei Karina gab's einen Jail Burger (Gefängnis Brötchen-mit-Fleisch) und Olli hatte Rentier vom Grill. Beides war super lecker. Das Rentier hatte eine Konsistenz wie ein normales Rinder-Steak und hatte eine geschmackliche Note von Leber.


Jetzt werden wir so langsam unsere Sachen vorbereiten, morgen checken wir aus und werden am Nachmittag mit der Fähre in Richtung Stockholm, Schweden fahren.

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Tag 33: Zahn zugelegt (Von Helsinki, Finnland mit der Fähre nach Stockholm, Schweden)

Zahn Nummer 4 ist da :)


Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es wieder raus an die frische Luft und durch die schöne Stadt Helsinki. Danach packten wir unsere Sachen und aßen Mittag am Meer während Alma schlief.


Und ruck-zuck waren wir auf der Fähre nach Stockholm. Die "Mariella" ist für deutlich mehr Passagiere ausgelegt, als unsere Fähre nach Helsinki. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf die Bespaßung der Passagiere. Hier spielen verschiedene Live-Acts, es gibt ein Casino, eine Disco, mehrere Game-Zonen, verschiedene Restaurants, Wellnessbereich mit Sauna und und und... nur Babysitter gibt es nicht.


Um uns nach unserer Deutschlandetappe etwas zu gönnen, haben wir im Voraus für den heutigen Abend eine "Seafood Platter" gebucht. Wir erwarteten frischen und feinen Fisch, etwa Hering, Makrele oder Lachs. Stattdessen bekamen wir eine riesige Platte mit Hummer, Krebsen, Muscheln und verschiedensten kleineren Schalentieren (Shrimps, etc.) auf Eis gebettet. Bis man da endlich etwas im Magen hat, muss man die kleinen Tierchen mühselig und zeitintensiv sezieren. Wir, blutige Anfänger der Hummerfraktion, in unseren Outdoor-Klamotten, im noblen Schickimicki-Restaurant und mit einer Tochter, die immer unruhiger wurde. Damit Alma ihren Schlaf und wir unsere Entspannung bekamen, nahmen wir den Hummer kurzerhand mit und aßen ihn stilvoll in unserer Kabine aus der Assiette zu Ende. 


Noch zu erwähnen sei, dass Alma's Mund bei Brot vollständig geschlossen blieb, bei Krebsfleisch aber ganz weit aufging. Unser kleiner Gourmet.

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Tag 34: Wo bleibt Opa? (Stockholm, Schweden)

Als wir aufwachten und aus unserem Fenster aus der Kabine sahen, waren wir bereits mitten in den Schären an Schwedens Ostküste, also kurz vor Stockholm. Der unglaubliche Blick begleitete uns auch beim Frühstück vom super leckeren Buffet. Kurz darauf legten wir an und waren in der "Hauptstadt Skandinaviens".


Am späten Vormittag im Hotel angekommen, wollten wir unser Zimmer beziehen, das uns jedoch erst ab 15:00 Uhr zur Verfügung stehen sollte. Mit einem kurzen Hinweis, dass wir mit Baby angereist sind, ging plötzlich alles ganz schnell. Wir konnten unverzüglich in unser Zimmer, das Gepäck abladen, Alma mit Mittagessen beglücken und kurz nach 13:00 Uhr zur ersten Erkundungstour aufbrechen. Alma ist ein prima Türöffner!


Derweil war Opa bereits aus Dresden, aufgrund des Bahn-Streiks mit dem Bus statt mit der Bahn, unterwegs, um von Berlin nach Stockholm-Arlanda zu fliegen und sich mit uns zu treffen. Wir erwarteten ihn gegen 16:00 Uhr im Hotel. Mit dem "Arlanda-Express" sollte es 20 Minuten bis in die Stadt, also ca. eine halbe Stunde bis ins Hotel dauern.


Olli wartete ab 15:30 Uhr in der Lobby, um den 90-jährigen Knaben gebührend in Empfang zu nehmen. 16:30 Uhr fingen wir an, uns etwas Sorgen zu machen. Gegen 17:00 Uhr kam Opa quietsch-vergnügt im Hotel an und berichtete, dass der Arlanda-Express nicht zu finden war, er stattdessen mit dem Bus fahren, der jedoch nicht bar bezahlt werden konnte, sodass im Flughafen an der Information nachgefragt werden musste. Dort standen schon gefühlte tausend andere Hilfe-Suchende, die auch gleich noch ihre Hotels buchen wollten. Lange Rede, kurzer Sinn: Es ging alles gut, nur etwas anders und länger als geplant.


Die Wiedersehensfreude war riesig, nicht nur bei den "adults": Alma war auch selig vor Glück und machte große Fortschritte beim Krabbeln. Sie hat sich ca. 2 Körperlängen vorwärts bewegt. Opa ist eine prima Krabbel-Motivation! :)


Der Tag klang beim gemeinsamen Abendessen zu viert im Hotelzimmer aus. Während Alma so langsam ihren Schlaf fand, waren die beiden O's noch eine kleine Runde spazieren.

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Tag 35: Mit der Nussschale unterwegs (Stockholm, Schweden)

Der Morgen begann, wie war es anders zu erwarten, knuddelnd mit Alma und endete am Buffet.


Nachdem wir ausreichend gesättigt waren, zogen wir zu viert in Richtung Altstadt los. Unterwegs überlegten wir uns, eine Hop-on Hop-off Tour mit dem Boot zu machen. So konnten wir immer wieder ein- und aussteigen, wie und wo es uns gefiel. Wir fuhren von der Insel Gamla Stan (Altstadt), auf der 1252 Stockholm gegründet wurde, auf die Insel Djurgarden.


Dort spazierten wir etwas umher und gingen in das Vasa Museum, das eine echte Attraktion darstellt: 1628 wurde die Vasa als Kriegsschiff gebaut. Sie sollte die schwedische Flotte im 30-jährigen Krieg anführen, überlebte aber die Jungfernfahrt nicht und sank bereits im ersten Einsatz nach 20 Minuten. 333 Jahre lag es am Grund der Stockholmer Bucht, bis es geborgen und wiederhergestellt wurde. Nun ist die Vasa original erhalten und als Museum eingerichtet.


Weiter ging es mit dem Boot und zu Fuß zurück ins Hotel, wo wir unser Abendessen genossen. Während die Mädels schlafen gehen, sitzen Opa und Olli im Nachbarhotel in der Bar "Hearts", schlürfen ein Getränk und schreiben den heutigen Reise-Artikel. In diesem Sinne: P(r)ost und bis morgen!

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Tag 36: Eiskalt (Stockholm, Schweden)

Der heutige Tag war wieder sehr schön, hatte aber leider einen bitteren Beigeschmack...


Wir starteten wie üblich und gingen nach dem Frühstück in die Stadt. Dort schlenderten wir etwas umher und trafen uns mit Momo und Martin aus Dresden. Zufällig sind die Beiden zur selben Zeit in Stockholm unterwegs.


Wir verbrachten gemeinsam einen wunderschönen Tag. Wir wurden dabei von unglaublich vielen seltenen wie teuren Sportwagen begleitet. Das jährlich stattfindende "Gumball 3000" (teilweise illegal eingestufte Autorennveranstaltung auf öffentlichen Straßen) startet morgen von Stockholm aus und präsentierte sich vorab Allen PS- und Dezibel-stark. Wir spazierten am Wasser entlang über die Inseln und pausierten ausgedehnt bei Kaffee und Kuchen in einem netten kleinen Restaurant. Gut gelaunt zogen wir weiter und wollten die nächsten Fotos schießen, als uns der Schlag traf...


Unsere Kamera war weg! Auch auf mehrfache Nachfrage im Café und nach ausgiebiger Suche konnten wir die Kamera nicht wiederfinden. Sie wurde uns offenbar dreist aus geschlossenem Rucksack während der Kaffeepause gestohlen.


Wir sind zutiefst traurig. Nicht nur, dass die Kamera uns jahrelang treu begleitet hat, wir haben sie vor unserer Reise auch extra aufgerüstet, um die schönen Momente noch besser festhalten zu können. Jetzt suchen wir nach Alternativen und der beeindruckende Schweden-Start in Stockholm ist getrübt...


Nichts desto trotz hatten wir einen sonnigen Tag mit lieber Begleitung durch Opa, Momo und Martin. Danke dafür - das war sehr schön mit euch!


Den Abschluss fanden wir beim gemeinsamen Abendessen mit traditioneller schwedischer Kost und einem anschließenden Gute-Nacht-Trunk in der Bar des Nachbarhotels.

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Tag 37: Back to Frischluft (Stockholm, Schweden)

Heute war der letzte Tag in der Zivilisation. Wir starteten mit einem letzten Buffet-Frühstück und packten danach unsere Sachen. Dinge, die wir nicht mehr benötigten, gaben wir unserem Kurier mit - Opi reiste nämlich heute schon wieder in die Heimat.


Der Nachmittag war nach einem ausgiebigen Einkauf schnell erreicht und wir fuhren auf die kleine Stockholm-Insel "Långholmen". Dort trafen wir uns noch einmal mit Momo und Martin - zum gemeinsamen Grillen. Mit Blick auf den See und das Rathaus vergingen die Stunden wie im Flug und unsere Bäuche füllten sich mit gegrillten Delikatessen wie Lachs, Falafel und Fleisch.


Nun nutzen wir zum ersten mal auf unserer Tour das schwedische "allemansrätten" (Jedermannsrecht) und zelten wild und völlig legal mit Blick auf die City. Die frische Luft tut uns gut und auch Alma ist heute wieder ratz-fatz eingeschlafen.

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Tag 38: Endlich angekommen (Von Stockholm über Skärholmen ins Gömmarens Naturreservat bei Glömsta, Schweden - 15,8 km)

Der heutige Tag war für uns sehr untypisch. Während sich vormittags Alma und Karina die Zeit vertrieben und auf unsere Sachen aufpassten, war Olli in der Stadt, um eine neue Kamera mit allem Zubehör zu kaufen. 3 Stunden hat es gedauert, bis Olli wieder da war - inklusive Kamera. Wir werden also auch zukünftig schöne Bilder zeigen können. Danke Frank, für deinen schnellen und guten Tipp!


Dann gab es einen kleinen Mittagssnack, die Sachen wurden gepackt, die Kamera getestet und erst gegen 16:00 Uhr radelten wir los. Wir hatten genug von der Großstadt, so schön Stockholm auch ist, und sind nun froh, wieder in der Natur zu sein. Das Ziel ist in ein paar Tagen Vimmerby. Die Strecke schlägt das Navi vor und wir halten uns ungefähr daran.


Nachdem wir eine Weile an einem sehr gut ausgebauten Radweg, aber leider nah an der Autobahn, entlang fuhren, entdeckten wir den Eingang zum Gömmarens Naturreservat und fuhren aufs Geratewohl hinein und entdeckten einen Windschutz direkt am See. Der Blick ist herrlich und die Ruhe wird lediglich durch zwitschernde Vögel "gestört". Dort übernachten wir nun und fühlen uns in Schweden endlich angekommen.

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Tag 39: Ein Tag voller Hürden (Vom Gömmarens Naturreservat bei Glömsta nach Södertälje, Schweden - 34,8 km)

3:30 Uhr war die Nacht zwar nicht zu Ende, jedoch der Schlaf unterbrochen. In unserem Windschutz befand sich ein kleines Wespennest. Dieses hatten wir zwar gestern schon entdeckt, Karina meinte aber, dass a) die Wespen nachts auch schlafen und b) die Wespen uns nichts tun, solange wir ihnen nichts tun. Alma hat ohnehin ihr kleines Schloss mit Moskito-Schutz, sodass unsere Entscheidung, trotzdem im Windschutz zu schlafen, für sie kein Risiko darstellte. Halb vier startete dann aber schon der Arbeitstag im Insekten-Königreich und es schwirrte doch etwas bedrohlich um uns herum. Wir entschieden uns, trotz Regens, das Tarp aufzuspannen und umzuziehen.


6:00 Uhr schloss sich Alma an, schlief aber nach einem kleinen Trunk wieder ein und weckte uns erst um halb zehn. Entsprechend schleppend verlief der Start in den Tag, sodass wir erst nach 12:00 Uhr mit dem Rad losfuhren.


Die Strecke war heute weniger attraktiv. Sie verlief häufig an der Autobahn und führte an Plattenbau-Vierteln entlang. An einigen Stellen wurden die Wege so schmal oder steil, dass wir schieben mussten - und das teilweise mit abgekoppelter Alma-Kutsche. Und als wäre das nicht genug - es warteten mehrere Schranken auf uns, über die wir unsere Räder (und Alma's Wagen) tragen mussten...


Bei einer Aktion wurden wir nicht nur vom heutigen Regen nass - Karina rutschte beim Kutschentragen ab und landete mit den Füßen im nassen Sumpf. Schuhe, Socken und Füße waren komplett durch.


Trotz aller Widrigkeiten, und auch wenn es heute wenige Schwedenhäuser zu betrachten gab, haben wir unseren Frieden mit dem Tag und der Natur gefunden: Wir sitzen derzeit in der Sauna einer netten Frau, auf deren Grundstück wir direkt am See unser Zelt aufgeschlagen haben und übernachten werden. Jetzt haben wir endlich eine Sauna gefunden - und diese sieht auch noch wie ein kleines Schwedenhäuschen aus. Perfekt!

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Tag 40: No train in Sweden! (Von Södertälje über Alby, Vagnhärad nach Ullaberg, Schweden - 38,8 km)

Bei schönstem Wetter, mit gewaschenen sowie getrockneten Sachen und frisch geduscht starteten wir hervorragend in den heutigen Tag. 


Wir fuhren auf einer wenig befahrenen Landstraße und durchquerten kleine schwedische Dörfer. Alma schlief den gesamten Vormittag und wachte erst zum ersehnten Mittagessen auf. 

Wir kochten unser Reise-Leibgericht: Nudeln mit Tomatensoße und Camembert. 


Danach zog der Himmel zu und wir fuhren unter große dunkle Wolken. Als wir an einem Bahnhof vorbeikamen, zogen wir in Erwägung, ein Stück mit dem schönen historischen Zug zu fahren. Der Schaffner nahm uns aber alle Hoffnungen, da es in ganz Schweden verboten ist, Fahrräder im Zug mitzunehmen. Sehr schade!


Also passten wir den Regen ab und fuhren noch ein Stück bis zu unserer heutigen wunderschönen Schlafstelle. Heute Abend haben wir wieder ein "Haus" am See mit eigenem Steg.

"No train transports bicycles. No train in Sweden!" sagte uns der Schaffner, als wir versuchten, die Räder im Zug von Vagnhärad nach Linköping zu transportieren. Da das nicht geklappt hat, fällt für uns Vimmerby aus und wir fahren stattdessen direkt nach Svenshult.

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Tag 41: Unser eigenes kleines Schwedenhäuschen (Von Ullaberg über Lästringe, Nyköping und Svalsta nach Prästtorp, Schweden - 53,1 km)

Nachdem wir gestern Abend vor dem Einschlafen gefroren haben und schnell in die Schlafsäcke gehuscht sind, wurden wir heute Morgen von der Sonne derartig begrüßt, dass wir im Zelt schwitzten. Was für ein herrlicher Start in den Tag - und kein Wölkchen am Himmel.


Nachdem wir unser tägliches Müsli (1 Banane, 1 Apfel (oder Birne), 1 Hand Nüsse, 2 Hände Basis-Müsli, Zimt und Joghurt, Milch oder Quark pro Person) zu uns genommen hatten, starteten wir vergleichsweise zeitig - gegen halb 10 - mit der Fahrt und pausierten 11:30 Uhr.


Am Nachmittag waren wir dann schon in Nyköping (das "k" wird wie "sch" gesprochen). Die Stadt hat eine dunkle Vergangenheit - im 13. Jahrhundert lud ein Herrscher seine zwei Brüder, die gegen ihn intrigierten, zum Versöhnungsessen ein, um sie erst zu beköstigen und dann verhungern zu lassen... Dort kauften wir Lebensmittel ein und für Karina ein Buch.


Der letzte Streckenabschnitt zielte ganz auf die Suche einer Unterkunft ab. Morgen wollen wir Pause machen und da soll es doch schön sein - und Wasser benötigen wir in der Nähe. Aber so einfach war es nicht und wir suchten ca. 15 km, bis wir ein Schwedenhaus mit diversen zugehörigen anderen Schweden-Gebäuden (Häuschen, Scheune, ...) fanden. Dort fragten wir an, ob wir bleiben dürften und bekamen direkt ein kleines Gästehaus. Ganz im typisch schwedischen Falu-Rot.

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Tag 42: Hasen und Anti-Indianer (Prästtorp, Schweden)

Nachdem wir ausgeschlafen hatten, ging es zum gemütlichen Frühstück - unser Müsli. Anschließend waren Alma und Karina eine Runde spazieren.


Nach dem Mittag stand der zweite Spaziergang auf dem Programm - diesmal hatte Olli Alma in der Manduca dabei. Während Alma schlief, bestaunten wir die Natur und sich auf der Straße sonnende Hasen. Um ein paar schöne Fotos schießen zu können, versuchten wir uns wie Indianer heranzuschleichen und den Langohren näher zu kommen - dabei stellten sich Karina's Schuhe für dieses Vorhaben aber eher als ungeeignet heraus. Dennoch - ein paar schöne Schnappschüsse haben wir... :-)

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Tag 43: Elch gesehen! Älg sett! Elk seen!!! (Von Prästtorp über Wibberholmen, Katrinel und Kvarsebo nach Kolmarden, Schweden - 44,0 km)

Heute war unser allererster Tag, an dem es unentwegt geregnet hat.

Wir aßen unser Frühstück in unserem kleinen Schwedenhaus und wurden dann von dem älteren Ehepaar, das uns aufnahm, zu Kaffee und typisch schwedischen Zimtschnecken eingeladen. Da deren Sohn mit Familie das Wochenende zu Besuch ist, konnten wir uns auf Englisch, anstatt mit Hand und Fuß, verständigen. Nach diesem schönen Start in den Tag packten wir noch unsere restlichen Sachen und fuhren los. Unser Ziel war ein Campingplatz an der Ostseeküste in ...

Bei dem schlechten Wetter und langsam durchnässter Regenjacke waren wir hochmotiviert, dieses Tagesziel zu schaffen und freuten uns auf eine warme Dusche.


Als wir von einer wenig befahrenen Landstraße in einen Waldweg fuhren und Olli mir die Geschichte von "Michel aus Lönneberga" erzählte, sahen wir sie: Zwei Elche. Große, schwere, grau-braune Elche!

Wir vermuten, es war eine Elchkuh mit ihrem Kind. Sie entschwanden recht schnell unter lautem Traben in den Wald. War das toll! Diesen Moment haben wir uns so sehr gewünscht.


Glücklich fuhren wir weiter durch den Regen und sahen dann auch schon bald die Ostsee.

Diese Sicht beflügelte uns und wir erreichten schnell unser Ziel.

Alma genoss noch ein Bad, bei dem sie alles unter Wasser setzte, und schlief dann schnell ein.

Jetzt heißt es erstmal Sachen trocknen und ausruhen. Für morgen erhoffen wir uns besseres Wetter.

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Tag 44: Der Wind war heute wieder sehr entgegenkommend (Von Kolmården über Alby nach Norrköping, Schweden - 25,8 km)

Da es gestern leider mit den Einkauf nicht mehr geklappt hatte, mussten wir das heute Morgen auf dem Campingplatz nachholen. Frische Zutaten wie Äpfel, Birnen oder Bananen scheinen echte Camper nicht zu kennen - sie futtern stattdessen wohl lieber aus Dosen... Daher gab es heute bei uns traditionelles deutsches Sonntagsfrühstück: Brötchen mit Nutella.


Da unsere Sachen noch zu Ende getrocknet und unsere Körper befeuchtet werden wollten, sind wir erst sehr spät vom Campingplatz losgekommen - es war gegen 13:00 Uhr. Wir wussten also schon beim Losfahren, dass wir heute nicht sehr weit kommen würden. Der Wind hat heute mit seiner wieder mal sehr entgegenkommenden Art auch nicht gerade zu Geschwindigkeitsrekorden verholfen...


Unsere längere Pause (am Eingang von Norrköping) bestand im Wesentlichen darin, einzukaufen. Alma und Olli haben den Job übernommen und für die nötigen Dinge des Alltags gesorgt. Alma hat dabei im Wagen gesessen und fröhlich alles angefasst, was sie mit ihren Fingerchen erreichen konnte - und dabei gegrinst und gelacht: Ein Sonnenschein!


In Norrköping haben wir nun Halt gemacht und ein Stückchen Wiese vereinnahmt. Dort konnten wir noch den Sonnenuntergang genießen und uns im Wasser-Angeln versuchen.

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Tag 45: Im Mattiswald von Ronja Räubertochter (Von Norrköping über Borg, Norsholm und Reva nach Linköping, Schweden - 47,1 km)

Heute ging es wieder früh los. Nach unserem Müsli schwangen wir uns bereits kurz nach 9:00 Uhr auf die Räder. Und wieder hatten wir starken Gegenwind. Wir erkämpften uns tapfer nach reichlich 20km die Mittagspause und machten es uns unterm Tarp bequem. Olli hatte es wieder mal in MacGyver Manier aufgebaut. Das hat uns sogar vor einem kleinen Hagelschauer geschützt.


Das Wetter blieb wechselhaft und konnte sich nicht richtig zwischen Sonne und Regen entscheiden. Die einzige Konstante blieb der Wind. Am späten Nachmittag erreichten wir dann unser Ziel Linköping und holten uns etwas Rat und Kartenmaterial in der Touristeninfo.


Da wir heute vorwiegend an einer größeren Straße entlangfuhren (wir wollten unseren "halben Tag" von gestern etwas aufholen), hatten wir die Gelegenheit, ausgiebig die Autos zu studieren. Dabei fiel auf, dass nicht nur in der Saab-Stadt Linköping Volvo gefahren wird, sondern dass die Schweden offenbar eine Vorliebe für das Modell Volvo V70 haben. Wir haben unglaublich viele davon gesehen - von alt bis neu war alles zahlreich dabei.


Unseren Schlafplatz haben wir heute hinter Linköping in einem kleinen Wald gefunden. Auf Moos gebettet fühlt es sich hier etwas an, wie bei Ronja im Mattiswald. Und auch wenn wir für morgen einen Pausentag geplant hatten, werden wir weiterfahren und erst am Mittwoch rasten - für Mittwoch wurde eine Sturmwarnung (Level 1) herausgegeben. Da wollen wir ungern gegen den Wind radeln...

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Tag 46: Chiquita Banana for Alma (Von Linköping über Vikingstad, Sjögestad, Mantorp und Sya nach Mjölby, Schweden - 35,8 km)

Gegen 9:30 Uhr verließen wir heute den Wald von Ronja Räubertochter und brachen in Richtung Mjölby auf. Nachdem wir zunächst versuchten, das analoge Kartenmaterial der Touristeninfo von gestern zu nutzen, dann aber vor einem Flugplatz standen, den wir letztlich großräumig umfahren mussten, stiegen wir wieder auf die digitale Technik von Garmin (Edge 1000) um und fanden eine angenehme Radstrecke.


Gegen Mittag kamen wir in Mantorp an. Dort dachten wir, eine Unterkunft für morgen finden zu können. Eine AirBNB-Anfrage brachte auch einen freien Platz, wie sich aber herausstellte nicht in der Stadt Mantorp, sondern im gleichnamigen Bezirk - aber noch mal 30 km entfernt. Das war uns zu weit und so fuhren wir nach unserem Tankstellen-Essen weiter nach Mjölby.


Dort angekommen, fuhren wir direkt auf eine kleine Flussinsel zum "Vandrarhem" (Wandererheim) und wurden dort bei der Quartiersuche fündig. Der Nachmittag ging dann mit Einkaufen und Fahrrad-Check recht schnell um. Zum Abendessen gab es Tortillas mit gebratenem Hähnchen und Salat (danke Mandy und Ronald - das haben wir über euch kennengelernt!) sowie ein Rester-Omelett, von dem wir morgen noch zum Frühstück etwas haben werden...


Witziges Erlebnis beim Einkauf: Die Kassiererin war von Alma derart verzaubert, dass sie Alma etwas Gutes tun wollte. Sie verließ kurzerhand, trotz einer längeren Schlange hinter uns, ihren Posten, um in irgendeinem Supermarkt-Abteil einen aufblasbaren Ball von "chiquita banana" zu organisieren. Die Leute haben es mit Freude und einem Lächeln zur Kenntnis genommen und Alma war auch begeistert.

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Tag 47: Meet And Greet (Mjölby, Schweden)

Nachdem wir in einem richtigen Bett ausgeschlafen hatten, schlenderten wir gemütlich zum "Wir haben eine Küche"-Frühstück (French Toast mit Beerenmischung). Super lecker.


Während die Mädels etwas ruhten, war Olli über Mittag beim Friseur - jetzt steht dem Treff mit Karina's Eltern in 1,5 Wochen nichts mehr im Wege... :-) Über den Nachmittag tauschten die Rollen - Karina war unterwegs, während Alma und Olli ruhten. 


Nach dem gemeinsamen Einkauf für die kommenden drei Tage, kamen wir auf dem heute stattfindenden Sommerfest von Mjölby vorbei: Big Band und Sängerin. Toll. Vor allem die (Stimme der) Sängerin - Lisa - war fantastisch. Lisa wuchs in Mjölby auf und kennt Mo, unseren Vermieter, den wir auf dem Fest trafen. Mo arrangierte auch gleich ein Treffen mit Lisa und wir smalltalkten ein wenig und schossen ein gemeinsames Foto.


Nach dem Abendessen genoss Alma ein Bad und schlummerte sichtlich erschöpft aber zufrieden schnell ein.

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Tag 48: Mit Sehenswürdigkeiten zum Vättern (Von Mjölby über Hogstad, Väderstad, Rök und Heda an den Vättern, Schweden - 32,1 km)

Heute ging es wieder in die Natur. Zunächst war das Setup angesagt: Frühstück, Wasser auffüllen, packen und Zimmer reinigen. Dann haben wir bei Mo, unserem Vermieter, ausgecheckt. Und er hatte noch eine schöne Überraschung für uns parat. Lisa Lystam (die nette Sängerin von gestern) hat Mo eine unterschriebene CD für uns mitgegeben. Nun können wir die Erinnerung an gestern auch noch in Dresden im Ohr aufleben lassen.


Die Route verlief heute recht entspannt in Richtung des Sees "Vättern". Es war toll, dass wir größtenteils nebeneinander fahrend quatschen konnten. Zwischendurch machten wir Stopp an verschiedenen Sehenswürdigkeiten wie dem Rökstenen (ein im 9. Jahrhundert beschrifteter Stein), der Kirche in Heda oder einem Pfahlbau aus 13. Jahrhundert. Lediglich der nicht aufhören wollende Gegenwind nervt langsam etwas.


Mit Blick auf den Vättern haben wir an einem (vom Wespennest besetzten) Unterstand unser Zelt aufgeschlagen und bringen nun langsam den Tag zum Abschluss. Die (hoffentlich) letzte größere Aktion heute war das gemeinsame Entfernen eines großen Käfers aus dem Zelt. Der Käfer fühlte sich bei uns so wohl, dass er sich am Moskito-Gitter festkrallte und keine Anstalten machte, uns zu verlassen.

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Tag 49: Sommer in Smaland (Am Vättern über Ödeshög und Gränna nach Röttle, Schweden - 39,9 km)

Da wir gestern eine Menge vorbereiten konnten, starteten wir heute wieder zeitig. Mit viel Sonne und deutlich weniger Wind als die letzten Tage fuhr es sich auch gleich viel angenehmer.


Unsere ausgedehnte Mittagspause machten wir an einem Rastplatz. Hier hatten wir viel Zeit zum Ruhen und lesen. Kurz darauf verließen wir Östergötland und kamen in Smaland - für Astrid Lindgren mit Michel aus Lönneberga, die Kinder von Bullerbü, Ronja die Räubertochter u. v. m. - bekannt.


Und da wir den ganzen Tag schon am See Vättern entlang fuhren, suchten wir uns eine geeignete Stelle zum Übernachten mit Seeblick. Das Zelt ist bereits aufgebaut und Alma schläft schon. Jetzt genießen wir die Aussicht und die Zweisamkeit.

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Tag 50: Nationaldagen i Sverige (Röttle über Reaby, Siringe, Skärstad und Kaxholmen nach Huskvarna, Schweden - 35,6 km)

Für die Schweden ist der 6. Juni ein besonderer Tag: Der Nationalfeiertag. Als begeisterte Schweden-Fans haben wir uns auch vorbereitet und unsere Gefährte "gepimpt". Unsere Räder bekamen heute blau-gelbe Bänder und Alma's Kutsche ein paar Schweden-Fähnchen. Leider sind letztere schon zum Mittag vom ersten Regen aufgeweicht worden, sodass wir sie wieder entfernen mussten.


Zum Mittag saßen wir direkt am See und aßen bei heftigem Wind und Regen Brot mit Butter und tranken Wasser dazu. Mehr nicht. Das war aber keine Bestrafung sondern ein echter Genuss. Das Brot erstanden wir auf einem kleinen Markt von einem Deutsch-Schweden, der scheinbar auch das süße schwedische Sirup-Brot satt hatte. :-)


Weiter ging es in Richtung Huskvarna und Jönköping. Wir haben unser Nachtlager auf einem Zeltplatz mit Seeblick aufgeschlagen und entspannen nun. Jeder für sich, auf seine Art. Alma in ihrem kleinen Zelt im Tipi, Karina mit einem Buch beim Sonnenuntergang und Olli beim Champions League Finale in der Campingplatz-Kneipe.

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Tag 51: Papierhochzeit. Unser erster Hochzeitstag. (Huskvarna, Schweden)

Heute stand wieder ein Tag Pause auf dem Programm. Und das, passend zu unserem ersten Hochzeitstag. 


Da einem an so einem Tag wieder vor Augen geführt wird, wie schnell so ein Jahr vergeht, haben wir den Tag ruhig angehen lassen und uns ein bisschen verwöhnt: Am Morgen gab es eine warme Dusche, zum Frühstück Rührei, am Nachmittag einen ausgedehnten Mittagsschlaf, zum Abend tolles Essen und für die Nächte einen Campingplatz.


Wir schwelgten heute oft in Erinnerungen. War das ein toller Tag. Heute, genau vor einem Jahr.

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Tag 52: Zeltlos am Badesee (Von Huskvarna über Jönköping, Hovslätt und Taberg nach Bondstorp, Schweden - 35,2 km)

Heute Morgen ging es wieder los. Müsli zum Frühstück, eine Dusche zum Aufwärmen, auschecken und weg. Wir fuhren zunächst nach Jönköping, eine moderne und gepflegte Stadt, die uns auf den ersten Blick (wir sind nur durchgeradelt) sehr gefallen hat. Ein bisschen erinnerte es uns an (Klein-)Hamburg.


Weiter ging es bergauf in die Natur. Für eine längere Zeit waren wir komplett für uns allein - trotz sehr gut asphaltierter Straße. Hin und wieder ein paar schöne schwedische Höfe, saftige Felder und Feenwälder begleiteten uns.


Am späten Nachmittag sind wir an unserer vorab geplanten Stelle angekommen. Dabei war das einzige Auswahlkriterium, an irgendeinem See zu sein. Und das war ein Treffer. Unser Zelt haben wir nicht aufbauen müssen, weil wir eine Art Unterstand gefunden haben. Es ist eine kleine Bühne mit Tanzfläche. Wir schlafen auf der Bühne. Diese befindet sich direkt am See an einer ausgewiesenen Badestelle mit Picknick-Tischen. Olli hat die Chance genutzt und ist erst ins kühle Nass und dann direkt in seinen Schlafanzug gesprungen. 


Nun sitzen wir entspannt am See, das Frühstück und das Schlafgemach sind bereitet, und genießen den schönen Blick.

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Tag 53: Eine kleine Insel nur für uns (Von Bondstorp über Berg und Åsenhöga an den See Töllstorpasjön, Schweden - 34,0 km)

Die letzte Nacht war verdammt kalt. Glücklicherweise haben wir unsere tollen Schlafsäcke dabei, sodass wir die Nacht schadlos überstanden. So richtig warm wurde uns aber erst beim morgendlichen Tee und später auf den Rädern. 


Wir fuhren durch verlassene Wälder und entlang verstreuter Höfe. Bergauf und bergab.  Während unserer mehrstündigen Mittagspause trafen wir nicht mal auf eine Hand voll Autos, so verlassen war die Gegend. Die Sonne zeigte sich im Laufe des Tages immer öfter und es wurde tatsächlich um die 20 Grad warm.


Nach 35 km hatten wir unser Ziel für heute gefunden. Auf einer winzig kleinen Insel, nur durch einen schmalen Steg zu erreichen, steht ein Unterstand, den wir für die kommenden zwei Nächte nutzen wollen. Während Karina es für uns gemütlich machte, Alma auf ihrer Decke unser Equipment erforschte (das ist viel besser als jegliches Kinderspielzeug!), war Olli zum Großeinkauf unterwegs: Morgen wird pausiert und am offenen Feuer gegrillt.

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Tag 54: Auszeit von der Auszeit (Am See Töllstorpasjön, Schweden)

Ein Tag Pause auf unserer schönen kleinen Insel. Herrlich.

Der Tag startete entspannt mit unserem täglichen Müsli und ging weiter mit einem Vormittagsschlaf.


Anschließend probierten wir uns am geplanten offenen Feuer, auf dem wir unsere gekauften Würste grillen wollten. An unserem Unterstand ist, wie bei jedem in Schweden, eine Feuerstelle, Holz und ein Mülleimer vorhanden - die Bedingungen schienen also ideal.


Der Wind machte es uns allerdings nicht leicht. Er blies direkt in unseren Unterstand. Olli baute das Tarp auf, um den Rauch von unseren Sachen fern zu halten.


Nach etwas Startschwierigkeiten brannte unser erstes schwedisches Feuer - trotz des Winds. Allerdings rauchte es derart um uns herum (die Sachen waren zwar in Sicherheit, jedoch gab es auch noch 3 Menschen zu beachten), dass wir das Feuer wieder löschten. Mit knurrenden Mägen schmissen wir unsere Gaskartusche an. Würste, Grillkäse und Couscous-Salat schmeckten trotzdem sehr lecker.


Auf der weiteren Tagesordnung standen dann nur noch die intensive Alma-Zeit, lesen, wieder essen und den morgigen Start vorbereiten.


Bei Sonnenuntergang schlüpfen wir wieder in die Schlafsäcke und freuen uns auf den nächsten Tag, der uns weiter in Richtung Süden führen soll.

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Tag 55: Von See zu See (Vom See Töllstorpasjön über Anderstorp und Reftele nach Jälluntöfta, Schweden - 53,4 km)

Wie geplant, setzten wir heute unsere Reise fort. Gleich nachdem wir Alma's Kutsche und unsere Räder über den schmalen Steg von unserer kleinen Insel auf's "Festland" zurückgeschoben hatten, standen wir vor der nächsten Herausforderung. Wir mussten einen steilen, sandigen Berg hinauf...und mussten wieder schieben.


Danach lief es flüssig. Bei sonnigem Wetter kamen wir gut voran und fuhren von See zu See. Zwischendurch gab es eine ausgiebige Mittagspause mit Kartoffelsalat und später einen kurzen Einkaufsstop mit Eis und Zimtschnecke für Karina.


Eingecheckt haben wir heute auf einem Campingplatz - an einem See. Das Zelt ist aufgebaut, das Frühstück vorbereitet und Alma schläft bereits - jetzt können wir etwas entspannen und dann auch bald schlafen gehen.

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Tag 56: Ein freudiges Wiedersehen (Von Jälluntöfta über Unnaryd nach Svenshult bei Lidhult, Schweden - 37,6 km)

Der Tag ging etwas speziell los. Auf dem Camping-Platz hatten wir Kontingent für 4 x 2 Minuten warm-duschen. Karina nutzte (unwissentlich) 3 Kontingente, sodass für Olli (unwissentlich) nur noch eins übrig war. Bis zum Einseifen hatte Olli warmes Wasser...


Erfrischt ging es dann also nach dem Frühstück auf's Rad - Ziel Svenshult. Wir kamen erstaunlich gut voran, was womöglich an unserem neu ausgedachten Spiel "wer zuerst an der weißen Linie ist, gewinnt" lag. Es war letztlich einigermaßen ausgeglichen, was womöglich daran lag, dass sich Olli ständig neue Spielregeln einfallen ließ, die nur selten zu seinen Ungunsten waren. :-)


Unsere Mittagspause genossen wir mitten im Wald - an einem Weg, der nach ca. 20 Minuten plötzlich und unerwartet einfach endete. Geschmeckt hat's trotzdem und mit etwas Geduld schlugen wir uns lange genug durch den Wald, bis wir einen Alternativweg fanden.


Und dann kam das große Finale des Tages. Nicht nur, dass wir unsere Unterkunft (ab morgen) für die kommenden zwei Wochen gefunden hatten, wir haben Karina's Eltern schon heute getroffen. Die Routen gaben es her. Und es war ein herzliches Wiedersehen. Alle fünf waren überglücklich. Nun haben wir fröhlich unser Abendessen genossen: Deutsches Vollkornbrot mit Harzer Käse und alkoholfreiem Bier. Wenn das mal keine tolle Brotzeit war.

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Tag 57: Geburtstag am See (Svenshult bei Lidhult, Schweden)

Ab heute haben unsere Räder Schonzeit. Sie dürfen zwar an unserer tollen Hütte stehen und gelegentlich auf den See blicken, aber jetzt heißt es für die beiden erst mal zwei Wochen Regeneration. Vielleicht führen wir sie mal zum Brötchen holen aus.


Der Tag hatte aber heute einen ganz anderen zentralen Punkt. Karina's Mama, also Alma's Omi, Frank's Frau und Olli's Schwiegermama (für alle anderen Heide) hat heute Geburtstag. Und das haben wir ausführlich gefeiert und genossen.


Los ging's mit einem prächtigen Frühstück in der Natur. Der Geburtstagskuchen (eine Scheibe Brot mit viel Honig) wurde mit Kerzen bestückt - der kleine Outdoor-Tisch mit reichlich Dekoration versehen. Danke Karina, der Anblick war eine Pracht.


Doch bevor wir überhaupt zum Frühstücken kamen, hieß es ausschlafen. Nach Alma's früher Stillrunde ist unsere Sonne gleich noch mal zwischen Omi und Opi eingeschlafen. Das war für alle drei ein Genuss, lediglich Heide's Arm litt ein bisschen und schlief mit ein.


Um 11:00 Uhr haben wir dann Jimmy, unseren Landlord (Vermieter), getroffen. Er zeigte uns das Boot, den Strand und die Hütte, die uns für die nächsten 2 Wochen gehören. Und die große Überraschung war ein frisch gebackener Apfelkuchen. "Hat meine Frau gemacht. Viele Grüße und lasst es euch schmecken." Dass Heide heute Geburtstag hat, wusste Jimmy allerdings nicht vorab.


Nach einem gemeinsamen Einkauf in Lidhult haben wir uns viel Zeit für's Abendessen genommen. Ein Geburtstagsfestmahl! Spargel (aus Ponickau, wenn es schon in Beelitz keinen gibt - siehe Tag 7), Kartoffeln, Schinken und holländische Sauce. Superlecker. Danke Heide!

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Tag 58: Mein Ball! (Svenshult bei Lidhult, Schweden)

Nachdem Alma bereits 6:30 Uhr zu Omi und Opi ins Bett gekrochen ist, haben Karina und Olli bis 9:00 Uhr schlafen dürfen. Der Frühstückstisch war bereits gedeckt, sodass wir zügig losfuttern konnten. Schubi knurrte auch bereits ordentlich der Magen.


Danach ging der Schubi-Clan eine Runde spazieren, während Olli sich die CD von Lisa Lystam (siehe Tag 47) anhörte.


Nachmittags spielten wir Ball - mit Alma. Alma war und ist dermaßen auf den Ball fixiert, dass sie im Krabbelmodus auch plötzlich den Vorwärtsgang findet. Mit Freude geht's immer dem Ball hinterher - und hat sie ihn erst mal gefangen, möchte sie ihn nicht mehr loslassen oder weitergeben. Wir hatten viel Spaß und werden das sicher morgen noch mal spielen.


Abends haben Karina und Olli gekocht - Spagetti mit Tomatensoße. Und da wir im Urlaub sind - mit einer Extraportion Knoblauch. Lecker!


Danach fiel der sonntägliche Tatort, auf den sich Schubi schon so gefreut hatte, aus. Wir bekommen einfach kein deutsches Fernsehen in die Flimmerkiste - und auf die Geschwindigkeit der Internet-Anbindung werde ich lieber nicht tiefer eingehen. So sitzen wir nun mit Büchern bewaffnet auf der Couch und genießen die Ruhe, während es draußen stark windet. Olli hat mittlerweile eingesehen, dass Heide die unschlagbare Sudoku-Königin ist und hat im Excel eine Sudoku-Simulation gebastelt, mit der er endlich Heide's Tempo Schritt halten und die Ergebnisse überprüfen kann.

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Tag 59: Eis statt Fisch (Svenshult bei Lidhult, Schweden)

Nach einem leckeren und ausgiebigen Frühstück war wieder Ruhe und Entspannung angesagt. 


Nach Almas Mittagessen schnappte sich Schubi (Frank) seine Angeln und ruderte raus auf den See, während der Rest der Bande nach Lidhult wanderte - eine knappe Stunde ist man dahin unterwegs. Nach einem leckeren Eis ging es dann auch wieder zurück. Alma hat die tolle Aussicht von Papa's Schultern über den moosigen Wald und die blühenden Wiesen genossen.


Beim Grillen (Fisch war heute leider noch nicht dabei), gemütlichen Beisammensein und tollen Blick auf den See geht nun ein schöner Tag langsam zu Ende.


P. S.: Auch wenn wir noch eine Weile mit Schubis (Karina's Eltern) am See verbringen und die Fahrräder stehen lassen, werden wir täglich unsere Seite mit aktuellen Fotos und Erlebnissen befüllen.

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Tag 60: Kaffee mit Haferkeksen (Svenshult bei Lidhult, Schweden)

Den gestrigen Abend ließen wir mit zwei spannenden Partien "Mensch ärgere dich nicht" ausklingen.


Nach unserem heutigen Frühstück haben wir erneut eine kleine Lese- bzw. Ausruhrunde veranstaltet. Lediglich Omi Heide und Alma waren spazierend unterwegs.


Zum Kaffeetrinken am Nachmittag trafen wir uns alle wieder. Haferkekse, Muffins und Kaffee gab es zu schlemmen. Der kühle Wind ließ heute wieder etwas nach und wir saßen draußen auf der Terrasse in der Sonne. SchubKrafts fuhren dann mit den Rädern einkaufen, sodass wir zum Abendessen Pellkartoffeln mit Quark und Gurkensalat hatten. 


Nach drei Tagen Ruhe haben sich nun alle wieder richtig erholt und sind angekommen.

Morgen werden wir uns mal wieder in die etwas weitere Umgebung und unter Menschen wagen.

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Tag 61: Waschtag. (Svenshult bei Lidhult, Schweden)

Das Wetter lud heute nicht zum Spazierengehen ein, sodass wir uns entschieden, stattdessen unsere Reise-Wäsche einmal komplett durchzuwaschen. Wo wir das machen können, war uns unklar und wir probierten es auf dem nächstgelegenen Campingplatz. Verbinden wollten wir unser Waschprojekt mit einem entspannten Mittagessen im von Jimmy, unserem Vermieter, empfohlenen Fischrestaurant.


Den Campingplatz fanden wir schnell und wir konnten auch die nette Schwedin rasch davon überzeugen, dass wir auch ohne übernachten zu wollen, unsere Wäsche waschen dürfen. Leider gestaltete sich der Umgang mit der Zeitschaltuhr etwas problematischer als gedacht. Letztlich haben wir es hinbekommen, mussten jedoch anderthalb Stunden warten, um die erste Wäsche aus der Maschine zu entnehmen und mit der zweiten zu starten.


In der Zwischenzeit, so dachten wir, können wir im besagten Fischrestaurant essen gehen. Da Alma gerade am einschlafen war, gingen Karina und Heide mit Alma im Wagen zu Fuß, während die Jungs sich mit der Blaumeise (Auto) auf die Spur machten. Am Ziel angekommen standen wir leider vor verschlossenen Türen. Im Ladengeschäft neben dem Restaurant erklärte man uns, dass man zu Midsommar - am kommenden Samstag - wieder geöffnet hätte und dann sogar täglich. Eher aber leider nicht.


Also ging es wieder zurück.

Während die Mädels, da Alma immer noch schlief, zurückliefen, jagten die Jungs etwas zum Mittagessen. Der Regen startete dann so richtig und alle fünf trafen sich wieder auf dem Campingplatz. Wir saßen kuschlig zusammen im Auto bei Brötchen mit Knacker und Gurke während die zweite Waschmaschine rumpelte.


Nachdem wir zum Tagesabschluss noch in Hyltebruk (kennt jeder, der das Buch "Der 100 Jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" kennt) einkaufen waren und zum Abendessen einen (Teil von einem) Elch als Salami vertilgten, lauschen wir nun dem Regen und entspannen uns von diesem Tag der Arbeit. :)

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Tag 62: Um die Wette gelacht (Svenshult bei Lidhult, Schweden)

Heute hat zur Feier des Tages - happy birthday, Beate - Olli das Frühstück gemacht. Es gab Floridian French Toast mit Früchten und Walnüssen, das allen sehr gut geschmeckt hat.


Während Karina über den Vormittag ein bisschen geschlummert hat, Alma war letzte Nacht ziemlich unruhig, waren Alma mit Omi und Opi spazieren. Alma hat davon 1,5 Stunden Schlaf nachgeholt.


Nach Kaffee und Kuchen bzw. Zimtschnecken entspannten wir erst eine Runde und spielten dann mit Alma: Mit Opi gab's einen Liegestütze-Wettbewerb, mit Papa wurde um die Wette gekrabbelt und mit Omi und Mama wurde ganz viel gegrinst.


Zum Abendessen gab's Heide's Knoblauch mit Pilznudeln. Und damit wir nicht nur entspannen - Schubi hat sogar ein Feuerchen im Kamin angezündet, spielen wir jetzt Rommé. Da benötigen wir dann morgen sicher von der vielen Aufregung wieder etwas Pause... :-)

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Tag 63: April April (Svenshult bei Lidhult, Schweden)

Wir fühlten uns heute im April angekommen. Das Wetter war derartig wechselhaft, dass wir uns nicht zwischen Regensachen, Pullover oder Badehose entscheiden konnten.


Insgesamt hatten wir wieder einen sehr entspannten Tag. Alle, außer Olli, hatten sich gut von der gestrigen Rommé-Niederlage erholt und anständig gefrühstückt. Spazieren, Ruhen und Lesen prägten neben Sudoku und Essen den Tag.


Nach dem Abendessen gönnte sich Alma noch ein Bad. Jetzt sind wir auf der Suche nach einem Spiel, bei dem Olli nun endlich mal bezwungen werden könnte...

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Tag 64: Midsommar Dagen (Svenshult bei Lidhult, Schweden)

Heute ist der wichtigste Tag in Schweden. Den längsten Tag (bzw. die kürzeste Nacht) des Jahres feiern die naturnahen Schweden mit Begeisterung.


Mädchen mit bunten Blumenkränzen, Festveranstaltungen, Tombolas und traditionelle Tänze. Und wir durften dabei sein. Am Nachmittag sind wir aufgebrochen und in das ca. 30 Minuten entfernte Simlångsdalen gefahren und haben all die Schönheiten des Midsommar Dagens erleben können.


In diesem Sinne: Glad Midsommar!

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Tag 65: Fischlein deck dich. (Svenshult bei Lidhult, Schweden)

Der April ging heute weiter. Unbeeindruckt von der instabilen Wetterlage zogen wir zum Mittag los, um im neulich besuchten Fischrestaurant endlich zu unserem Essen zu kommen. Diesmal reservierten wir bereits im Vorfeld, sodass nichts mehr schief gehen konnte. 


Der Besuch hat sich total gelohnt. Dafür, dass das Schwedische Essen normalerweise nicht sehr lobenswert ist, können wir dieses Vorurteil nicht bestätigen. Sehr appetitlich angerichtet, dezent gewürzt und in angenehmer Atmosphäre verspeisten wir unsere 2-3 Gänge. Sogar Lakritz-Eis gab es.


Am späten Nachmittag waren wir wieder zurück und ruhten ein wenig. Nach unserem Räucherfisch-Abendessen genießen wir nun den Abschluss des Wochenendes und lassen den Abend mit einer DVD ausklingen...

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Tag 66: Regen. Regen. Regen. (Svenshult bei Lidhult, Schweden)

Heute gab es leider immer noch keine Besserung des Wetters...

Daher sind wir von Tag zu Tag glücklicher, eine schöne, trockene und beheizte Hütte zu bewohnen. 

Unseren guten Regensachen (und Alma's Verlangen nach Schlaf) sei Dank, unternehmen wir trotzdem kleinere Spaziergänge. 

Alma untersucht die gesamte Hütte auf das Genauste und wird immer flinker in ihrer Fortbewegung. 

Nun ist der Regen auch im untersten Moos angekommen und wir sind uns sicher, dass die Pilze schon in den Startlöchern stehen. Es fehlt nur noch etwas Wärme. Erst ab Donnerstag verspricht der Wetterbericht Besserung.


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Tag 67: Köttbullar! (Svenshult bei Lidhult, Schweden)

Der Tag startete für Olli heute sehr zeitig. Er wollte einen weiteren Elch sehen und ging 4:30 Uhr auf die Pirsch. Das Unternehmen wurde aber leider zu früh abgebrochen, da Olli vom Regen überrascht wurde und er kalte Füße bekam. 


Nach einem aufwärmenden Schläfchen gab es dann ein leckeres Erdbeer-Pancake-Frühstück - von Karina zubereitet.


Danach ging Schubi mit Alma eine große Runde spazieren.


Den Nachmittag verbrachte Alma mit den Jungs und die anderen Damen fuhren Richtung Ljungby, der nächst größeren, 30 km entfernten Stadt. Diese empfing uns, wie so viele Städte in Schweden, mit vielen Kreisverkehren, Industriehallen am Stadtrand, einer überschaubaren Einkaufspassage und einer winzig kleinen Altstadt von 4 Häusern. Wir bummelten etwas umher und verbrachten den weiteren Nachmittag mit dem Einkauf für den Rest der Woche.


Heute Abend gab es das erste mal für uns Köttbullar (Fleischbällchen) in Schweden. Lecker!


Nun ist mal wieder eine Runde "Mensch ärgere dich nicht" dran, verbunden mit in Schoki gehüllten Nüssen und einem Gläschen Wein für die Großeltern.

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Tag 68: Turmbau zu Svenshult (Svenshult bei Lidhult, Schweden)

Das Wetter ließ heute wieder nur wenige Freiluft-Aktivitäten zu. Nach dem üblichen Frühstück haben wir den entspannten Modus eingeschlagen und erste Vorbereitungen für die leider schon nahende Abfahrt getroffen.


Unser "Räuber-Mittag" bestand aus Kaffee und Haferkeksen. Anschließend versuchten die beiden erwachsenen Mädels ihr Glück auf einem Loppis, wurden allerdings nicht fündig. Der Trödelmarkt war eher ein 2nd-Hand Shop und fokussierte Kleidung statt den gewünschten Einrichtungsgegenständen.


Die Jungs bespielten derweil Alma. Fröhlich suchte sie jeden Winkel der Hütte nach Brauchbarem ab und fand hier ein Kabel, dort einen Schuh und immer mal eine Ritze zum Arm hinein stecken.


Zum Abend gab es Karotten-Lasagne. Hier haben sich die beiden SchubKrafts mächtig ins Zeug gelegt, um Omi und Opi etwas Besonders zu kredenzen. Hat wunderbar geklappt - geschmeckt hat es super und keiner musste hungrig vom Tisch aufstehen.

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Tag 69: Loppis XXL (Svenshult bei Lidhult, Schweden)

Die Sonne kämpfte sich heute hin und wieder durch die Wolkendecke und die Hoffnung auf den noch bevorstehenden Sommer wächst.


Nach Almas Vormittagsschlaf sind Schubi's und die zwei Kraft-Damen zu einer Antiquitätenscheune in der Nähe gefahren.

Was wir dort sahen, öffnete Heide's und Karina's Herzen. Fünf große Scheunen voll mit Trödel.

 

Wir verbrachten ganze drei Stunden auf dem Hof und guckten uns durch die verschiedensten Zeitepochen. Es glich einem etwas unaufgeräumten Museum. Schätze über Schätze.

Auch die Schweden haben Spaß am Preis feilschen :)


Olli hat sich derweil mit der weiteren Tourenplanung befasst und fleißig recherchiert.


Wir genießen die letzten Tage in unserem kleinen gemütlichen Haus am See.


P.S.: SchubKrafts haben übrigens seit heute einen neuen Couch-Tisch... ;-)

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Tag 70: Abgrillen (Svenshult bei Lidhult, Schweden)

Die Zeit in Svenshult rückt dem Ende entgegen und so stand heute alles unter dem Stern der Abreisevorbereitungen. Gleich nach dem ausgiebigen "Rentner"-Frühstück ging es los. Aufräumen, ausräumen, Hütte putzen, zusammensuchen, einkaufen, einräumen, Räder checken, Ketten ölen, Pfand wegschaffen, Müll entsorgen, ...


Zeit zum Entspannen und Fröhlichsein blieb trotzdem. Alma bekam nicht nur ein Blumenkränzchen, sondern lieferte auch noch eine kleine Mützenparade. Zum Abendessen haben wir noch einmal abgegrillt - Knobibrot und schwedische Würste gab's.


Nun ist alles startklar - der Wecker von Omi und Opi ist bereits auf 3:35 Uhr gestellt und die Blaumeise steht vorbereitet in der Poleposition. Alma schläft bereits und hat sich intensiv für die nächsten 3 Wochen verabschiedet, fehlt nur noch eine Aktion:


Die letzte Rommé-Partie wird pünktlich 21:30 Uhr angepfiffen. :-)

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Tag 71: Startschwierigkeiten (Von Svenshult bei Lidhult über Lidhult und Mäste nach Össjöhult, Schweden - 33,5 km)

So - die Zeit des Rommé-Spielens ist nun vorbei. Wer den Tages- und Gesamtsieg geholt hat, soll der Autor nicht so in den Mittelpunkt stellen, hat Karina gesagt. :-)


Nachdem wir die Hütte wieder an Jimmy übergeben hatten, ging es gegen 11:00 Uhr los. Wir fuhren zunächst in Richtung Lidhult, das wir von unseren Einkäufen in den letzten 14 Tagen gut kannten. An unserem Stamm-ICA-Supermarkt gaben wir noch ein paar Pfandflaschen ab und wurden von einem Dänen angesprochen. "Wo geht's hin?", "Wie kommt ihr so klar?", "Wie verkraftet es die Kleine?", ... Wir haben eine ganze Weile nett geplaudert. Da die Zeit voranschritt, gab es dann auch gleich noch in Lidhult unsere Mittagspause - Alma hatte Hunger.


Gegen 13:30 Uhr haben wir dann endlich das uns bekannte Gebiet verlassen und fuhren eine wenig befahrene Straße entlang. Wir kamen gut vorwärts und der angekündigte Regen hielt sich in Grenzen, sodass wir es nur sehr kurz mit Niesel zu tun hatten - Glück gehabt!


Am Nachmittag hatten wir unsere entspannten 30km für den Tag weg und suchten uns ein Plätzchen. Zielsicher spürten wir einen See auf - das Zelt schlugen wir auch rasch auf. Allerdings sitzen wir seit gegen 16:00 Uhr nahezu pausenlos im Zelt, weil es hier von Knott (kleine, fiese "Kriebel-Mücken") wimmelt. Die sind super unangenehm, hinterlassen kleine rote krabbelnde Punkte auf der Haut und sind so klein, dass sie teilweise sogar durch's Moskito-Netz passen...

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Tag 72: Wunden lecken. (Von Össjöhult über Vivljunga und Uppsala nach Markaryd, Schweden - 36,4 km)

Die letzte Nacht war sehr unruhig. Doch wir haben die Mücken überlebt und sind aufgrund einer unglaublichen Disziplin am Morgen schon um 9:15 Uhr abgefahren. In den letzten 2 Wochen mit Schubis haben wir um die Zeit angefangen, zu frühstücken, wenn wir nicht noch schliefen. ;-)


Die Schwierigkeit des heutigen Abbaus bestand darin, alles im Zelt unter unserem Moskitonetz vorzubereiten, um dann draußen in der Mückenwolke, die Taschen an den Rädern zu befestigen und schnell das Zelt abzubauen. Währenddessen saß Alma in ihrem sicheren Babybett und erfreute sich des Anblicks ihrer vermummten Eltern, bevor sie in ihren Wagen kam.


Die Fahrt verlief zügig und wir hatten schon 10:30 Uhr das Tagesziel erreicht. Wir fuhren an einem sehr einladenden "Lantcafe" vorbei und entschlossen uns kurzer Hand, dieses genauer anzusehen. Der gesamte Hof war sehr schön gestaltet, mit viel Liebe zum Detail stilvoll eingerichtet und wir haben dort die bis jetzt beste Zimtschnecke in ganz Schweden verspeist. Wir verbrachten dort ungefähr zwei Stunden und gingen danach schon auf die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz.

 

Wir hielten an einem Loppis. Auf diesem waren auch Schrauben und Muttern erhältlich und gemeinsam mit dem Herrn des Hauses reparierte Olli Almas quietschende Kutsche.


Nach einem Gespräch mit den Besitzern schwand unsere Hoffnung, einen mückenfreien Schlafplatz für die kommende Nacht zu finden. Doch wir haben einen gefunden. Auf dem Campingplatz in Markaryd gibt es drei kleine Schwedenbungalows. Wir schlafen die nächsten zwei Nächte in einem von diesen und pflegen unsere Mückenstiche...

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Tag 73: Nichts los. (Markaryd, Schweden)

Heute war mal so gar nichts los. Auch schön.


Alma schlief vormittags, während wir uns entspannten und später spazierten wir durch Markaryd, als Alma ihre zweite Runde Schlaf bei Olli in der Manduka bekam. Abends aßen wir alle drei gemeinsam Spinat mit Kartoffeln und Rührei.


Jetzt sitzen wir wieder, sicher vor den fiesen Kriebelmücken, im kleinen Bungalow und werden zeitig zu Bett gehen.


Wir freuen uns auf die für morgen angekündigte Sonne und die wärmeren Temperaturen.

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Tag 74: Zwangspause (Markaryd, Schweden)

Gestern gingen wir noch davon aus, dass wir heute weiter in Richtung Ystad fahren würden. Doch es kam leider ganz anders, als geplant.


Alma kämpft derzeit mit einem Infekt, sodass wir lieber abwarten und alles für die Genesung tun werden, statt zu radeln. Logistisch gesehen ist das auch besser - auf dem Campingplatz gibt es eine Waschmaschine und einen Trockner.


So haben wir vormittags den Weg in die Apotheke eingeschlagen und unsere Vorräte auf Krankheit umgestellt - Elli und Justus, vielen Dank für die vielen tollen Tipps dazu.


Wir hatten dennoch einen sehr schönen Tag. Und Alma wirbelt trotz des Infekts herum, lacht und macht deutliche Fortschritte.

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Tag 75: Plüschgeweih (Markaryd, Schweden)

Das Wichtigste zuerst: Alma geht's wieder gut. Sie hat ihren Infekt super überstanden.


Wir haben die Pause auch bestens genutzt und eine Elch-Safari mitgemacht. Wir brauchten nur wenige wenige Kilometer mit dem Rad fahren.


Die Safari hat uns super gefallen. Alma kam bei den friedlichen Tieren gar nicht mehr aus dem Staunen heraus. Es ist ein tolles Erlebnis, die Könige der Wälder nicht nur nah zu erleben, sondern auch zu streicheln.  Vor allem die behaarten "Plüsch"-Geweihe haben uns imponiert. Warum die Geweihe ein Fell haben, lässt sich für uns nur durch die kalten Winter erklären - die Geweihe wollen schließlich auch nicht frieren... :-)


Der sommerliche Abend klingt nun mit gegrillten Zucchini, Brötchen und Fleisch aus. Wir haben uns extra einen Engångsgrill (Einweggrill) besorgt.


Der Sommer ist nun auch hier angekommen - juhu!

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Tag 76: Kuh-le Zuschauer (Von Markaryd über Emmaljuga, Vittsjö und Björnum in die Nähe vom Finjasjön bei Tyringe, Schweden - 48,7km)

Es kehrte wieder Normalität in unseren Alltag ein. Wir fuhren, nachdem wir aus unserer Hütte ausgecheckt hatten, bei sommerlichen Temperaturen mit dem Rad weiter gen Süden.


Mit dem Wissen, nun eigentlich alles abgearbeitet zu haben (mit Alma's Infekt kam etwas Unerwartetes; Elche haben wir ganz nah erlebt), verging die Zeit schnell, ohne dass uns langweilig wurde.


Unser Mittagessen genossen wir unter den kritischen Blicken zahlreicher Kühe, die nur wenige Meter von uns entfernt standen. Alma hat es gefreut, sie konnte wieder lange staunen. Einen Hund gab es noch obendrauf zu sehen.


Am frühen Abend haben wir dann auch unsere Stelle für die Nacht gefunden. Ein hübsches Fleckchen an einem Waldrand mit einem fließenden Bach. Reste vieler gesetzter Mauern  scheinen darauf hinzudeuten, dass hier in der Vergangenheit eine größere Anlage stand. Vielleicht eine Mühle? Eine Infotafel konnten wir leider nicht finden...

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Tag 77: Flinke Handwerkerin (Von der Nähe vom Finjasjön bei Tyringe über Maglehult, Norra Rörum und Höör nach Fulltofta, Schweden - 47,0km)

Heute war es sehr warm auf dem Rad. Temperaturen von bis zu 39° Celsius hat das Navi gemessen. Und weil wir letzte Nacht an einem Bach schliefen, der nicht sonderlich vertrauenserweckendes Wasser beinhaltete, fuhren wir mit nur einer halben Flasche Wasser los...


So kamen wir ungewohnt schnell voran und freuten uns auf die Mittagspause, die wir aufgrund des Flüssigkeitsbedarfs an einer Einkaufsmöglichkeit ausrichten mussten. In Höör tankten wir auf und fuhren noch ca. 10 Minuten, bevor es plötzlich laut knallte.


An Alma's Kutsche platzte ein Reifen. Vermutlich war die Temperatur daran beteiligt - es war die heißeste Zeit des Tages. Und Karina, Tochter zweier äußerst handwerklich begabter Eltern, reparierte in Windeseile den Schaden, bevor Olli überhaupt erst mal alle Schritte im Kopf durchdacht hatte. :-)


Am späten Nachmittag erreichten wir unser geplantes Ziel - einen Unterstand. Was wir nicht wussten ist, dass sich dieser direkt an einem Campingplatz befindet. Hat Vor- und Nachteile. Wir haben Wasser (nicht nur aus dem See) und Toiletten, aber auch Gesellschaft. Dennoch ein sehr schönes Fleckchen direkt am See - so schön, dass Olli bei Sonnenuntergang noch mal ins kühle Nass sprang.


Da es morgen noch wärmer als heute werden soll, werden wir noch eine letzte Pause in Schweden einlegen, sodass wir nach 2 weiteren überschaubaren Etappen (hoffentlich) am Dienstagmorgen mit der Fähre nach Bornholm fahren werden.

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Tag 78: Ein Tag am See (Fulltofta, Schweden)

Frühstück gab es heute direkt am See. Wir waren die Ersten und sind die Letzten - toll!


Die Temperaturen stiegen wieder steil an und Alma spielte schön im Schatten. 

Nachmittags verbrachten Olli und Alma gemeinsam die Zeit beim Einkauf - sie waren insgesamt 2,5 Stunden unterwegs. Karina entspannte derweil im und am Wasser. Danach genossen wir die erfrischende Dusche auf dem anliegenden Campingplatz.


Am Abend haben wir eine Gruppe deutscher Wanderer getroffen: Schelli mit Patrick und Sassy mit "DEM Philipp". Nach kurzem Beschnuppern haben wir zugestimmt, dass sie ihr Zelt gleich neben unserem Unterstand aufstellen dürfen. :-) Wir haben den Abend gemeinsam verbracht und beim Abendessen viele Geschichten ausgetauscht...


Morgen geht's dann weiter in Richtung Ystad.

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Tag 79: Warnstufe "rot" (Von Fulltofta über Hörby, Östra Sallerup und Östraby nach Öved bei Sjöbo, Schweden - 40,2km)

Man soll den Tag bekanntlich nicht vor dem Abend loben...


Alma hatte uns zeitig geweckt, sodass wir bereits vor 8:00 Uhr alles gepackt hatten und frühstücksbereit waren. Olli hat den Wecker für die 4 Berliner Wander-Nachbarn gespielt und so nach und nach kamen auch alle aus ihren Löchern gekrochen - da waren wir aber bereits satt. Als wir bei der Zubereitung des Frühstücks des Quartetts zuschauten, wurde uns klar, in welchem Luxus wir mit unserem morgendlichen Müsli (Banane, Apfel/ Birne, Müsli, Nüsse, (Mandel-)Milch/ Joghurt, (viel) Zimt und für Olli außerdem Chili, Pfeffer, Kurkuma und Leinöl) leben. Bei unseren neuen Freunden gab es nur drei Zutaten: Haferkörner in warmen Wasser mit ein paar Trockenfrüchten. 


@Sassy, Schelli, Patrick und Philipp: Wir hoffen, ihr seid trotzdem gut nach Hörby und Malmö gekommen. ;-)


Am wärmsten Tag unserer Tour ging es dann trotz der Hitze recht zügig voran. An einer kleinen Kirche fanden wir Schatten für eine ausgiebige Mittagspause. Alma nutzte die Witterungsbedingungen und krabbelte und kletterte nackig umher.


Unseren Schlafplatz haben wir heute mit Bedacht ausgewählt. Diverse Handy-Apps zeigen uns Warnstufe "rot" für Gewitter in der kommenden Nacht an. Wir nehmen es ernst und wollen niemanden gefährden - deshalb ging es in ein B&B ("Bed & Bath").


Bis zur Ankunft war alles gut, auch am privat gelegenen Strand konnten wir uns noch gut austoben - Alma war sogar im Wasser, und ihr hat es im See gefallen! Leider hatten wir dann aber etwas Pech mit der Wohnung: Der Stromkreis war vom Kochen auf einer Herdplatte mit paralleler Deckenbeleuchtung und Handy-Ladung überfordert - und wir mussten mehrfach die Sicherungen wieder eindrehen. Auch der Whirlpool war leider eher unzumutbar - auf die Details verzichten wir im Blog lieber... Zu guter letzt war so wenig Wasser verfügbar, dass auch die Waschmaschine ihren Dienst verweigerte.


Der armen Vermieterin war es sehr unangenehm. Unsere Wäsche wird nun bei einer befreundeten Familie gewaschen (und getrocknet) und als kleine Entschädigung gibt es ein (hoffentlich tolles) Frühstück für uns. :-)


Wir hoffen nun, dass es die Nacht regnet und gewittert, dass sich unsere Entscheidung auch wirklich als die richtige herausstellt.

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Tag 80: Hej då Sverige. Tschüß Schweden. (Von Öved bei Sjöbo nach Ystad, Schweden und von dort mit der Fähre nach Rønne auf Bornholm, Dänemark - 45,0km)

Heute gab es das gestern versprochene Frühstück. Mit viel Liebe hat die Vermieterin es zubereitet und uns damit einen super Start in den Tag verschafft. Gewittert hatte es vergangene Nacht auch, sodass sich die Investition gelohnt hatte.


Wir kamen sehr schnell voran und waren nach einer angenehmen Pause im Grünen schon 15:30 Uhr in Ystad.


Zunächst suchten wir nach einer Unterkunft. Die angezeigten Unterstände stellten sich als Haltestellenhäuschen heraus und wir versuchten unser Glück im B&B am Hafen sowie im Internet. Der günstigste Preis für eine Nacht lag bei 1.650 SEK (ca. 180 Euro). Das war uns zu happig.


Dann ging plötzlich alles ganz schnell: Karina hatte die zündende Idee, schon heute nach Bornholm zu fahren. (Eigentlich war es für morgen früh geplant.) Olli fragte kurz am Schalter nach, ob das denn ginge, woraufhin die nette Dame umgehend umbuchte. 20 Minuten später waren wir nicht nur auf der Fähre, sondern auch bereits aus dem Hafen heraus.


Damit ist unser Schweden-Aufenthalt schon wieder vorbei... und wir sind ein bisschen traurig - die Zeit war so schön und wir haben sie sehr genossen.


Sollten wir in den nächsten Tagen keine Beiträge verfassen, liegt es wahrscheinlich daran, dass wir keinen Internet-Zugriff haben. Macht euch keine Sorgen: Wir kommen wieder!

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Tag 81: Hej Bornholm. Hej Danmark! (Von Rønne über Pedersker nach Dueodde auf Bornholm, Dänemarkj - 30,3km)

Nachdem wir gestern plötzlich einen Tag eher auf Bornholm in Dänemark waren, mussten wir uns zunächst mal orientieren. Wir schliefen auf einem kleinen Zeltplatz bei Rønne - eine versteckte Perle. Es war der schönste Zeltplatz auf unserer bisherigen Reise. 

Die Campingwiese gehörte zu einem Vierseitenhof, wir schliefen zwischen Obstbäumen und waren eins von zwei Zelten.


Da wir gestern nicht mehr zum Einkaufen gekommen sind, gab es heute Erdnussbutter auf Knäckebrot zum Frühstück. Gegen 11:00 Uhr reisten wir dann mit Rückenwind in den Südosten der Insel.


Von den Radwegen auf der Insel sind wir sehr beeindruckt. In Schweden mussten wir uns vollständig eigenständig orientieren und unsere Routen heraussuchen. Auf Bornholm sind die Radwege sehr detailliert ausgeschildert - ein Luxus. Doch hier herrscht auch reger Radurlaub-Betrieb. Kaum einer grüßt, dass ist sehr schade.


Untergekommen sind wir für die Nacht auf einem größeren Zeltplatz direkt am Strand. Dahin haben wir zu dritt auch einen kleinen Spaziergang gewagt. Und Alma sollte schlafen, wollte aber nicht - sie bevorzugte es, die Ostsee zu bestaunen.


Morgen geht's dann in den Nordosten, bevor wir dann voraussichtlich einen Tag Pause machen. Das Wetter soll am Donnerstag stürmisch und regnerisch werden. Da bevorzugen wir doch lieber die faule Bank. :-)

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Tag 82: Campingplatz-Kutschfahrt (Von Dueodde auf Bornholm über Nexø und Svaneke, nach Guhjem auf Bornholm, Dänemark - 36,4km)

Der Morgen startete bei uns sehr entspannt. Alma freundete sich mit den Nachbarskindern an und genoss eine Tour im Bollerwagen über den Campingplatz. Karina reparierte noch Olli's Schuhe, Olli flickte eine Fahrradtasche und nach einem Frühstück in der Sonne ging es dann auch los an der Küste Richtung Norden.


Gleich nach nur 5km verspeisten wir ein von Acki empfohlenes Schokoladeneis. Das war wirklich sehr lecker! Danke Acki.


Danach kämpften wir gegen den starken Wind und mussten noch mal unsere gesamte Kraft in die Pedalen legen, um vorwärts zu kommen. 


Nach einer Pause an einer alten Windmühle sind wir gegen 16:30 Uhr in Gudhjem angekommen. Zum Abendessen gönnten wir uns heute den Gang zu einem Spanferkel-Buffet. Es hat hervorragend geschmeckt und die Köche haben auch bei den Salaten und Beilagen Tolles gezaubert.


Von Gudhjem aus nehmen wir morgen die Fähre auf die kleine Insel Christiansø und wollen dort etwas pausieren. Bei dem Wind haben wir die Stärke der Sonne etwas unterschätzt. Unsere Haut freut sich sicher über den für die kommenden Tage angesagten Regen.

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Tag 83: Seekrank (Von Gudhjem auf Bornholm zur Insel Christiansø und wieder zurück, Dänemark)

Heute bekamen wir ein gutes Frühstück von der Unterkunft in Gudhjem. An der Rezeption wurde uns dann gesagt, dass wir die Räder nicht mit auf die Fähre nach Christiansø nehmen könnten. Da haben wir kurzer Hand umgeplant und einen Tagesausflug auf die kleine Insel im Nord-Osten Bornholms unternommen.


Beim Fährticketkauf wurden wir zweimal darauf hingewiesen, dass es heute sehr stürmisch werden könnte...wir haben die Kaugummis gegen die Reisekrankheit sicherheitshalber mal eingepackt.


Auf der Hinfahrt mussten wir uns bereits die erste viertel Stunde sehr konzentrieren, dass uns nicht schlecht wurde, bevor sich die See wieder etwas beruhigte.


Auf dem Rückweg hingegen wollte es einfach nicht aufhören, zu schwanken. Das Wasser schwappte über die Reling und die Papiertüten zum Entleeren des Mageninhalts lagen bereit. Olli wurde immer stiller und blasser. Auch Karina wurde es hin und wieder recht schlecht. Nur unser kleiner Sonnenschein strahlte und wollte bespaßt werden... doch wir waren beide nicht so richtig in Spiellaune - die Papiertüten blieben jedoch leer.


Auf Christiansø leben heute noch ca. 90 Menschen und es diente früher als Festung und Kriegsflotten-Hafen für Dänemark. Über die gesamte Insel ziehen sich Granitmauern, welche, ganze ohne Klebstoff, nur aus großen und kleinen Steinen zusammengesetzt sind. Nach anderthalb Stunden hat man zu Fuß die gesamte Insel erkundet. In einem kleinen Kaufmannsladen gibt es für den kleinen Hunger Eis oder Hotdogs zu erwerben.


Christiansø hat uns wirklich sehr gefallen und wir können es sehr weiterempfehlen.


Bei unserer Ankunft in Gudhjem begann es, zu regnen und das stärkende Eis heben wir uns für morgen auf.


Für Morgen wurde noch stärkerer Wind als heute angesagt. Da wir heute schon schief im Wind stehen konnten, trauen wir uns morgen nicht auf die Räder und entspannen noch einen weiteren Tag in Gudhjem. 


Wir haben genug Puffer und machen einfach noch ein bisschen Urlaub :)

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Tag 84: Entspannt in Mitten von Touristen (Gudhjem auf Bornholm, Dänemark)

Heute war einer dieser unspektakulären und trotzdem intensiven Tage.

Es gab wieder ein ausgiebiges Frühstück vom Buffet, ein Vormittagsschläfchen für alle und beim Spaziergang ein Eis bzw. Erdbeeren am Nachmittag.


Um nicht so ein arg schlechtes Gewissen zu haben, auf Grund der vielen Leckereien, haben wir sogar etwas Workout/ Sport gemacht. Alma krabbelte derweil interessiert um uns herum. Jetzt sind die Arme schwer und der Muskelkater ist vorprogrammiert.


Unser Highlight war das gemeinsame Bad im Hotel-Pool. Alma hat extra ein paar Bade-Windeln bekommen und dann ging es ab ins kühle Nass. Mama und Papa fanden es irgendwie besser als unsere Badenixe. Sie klammerte sich an jeden "Strohhalm" der über dem Wasser war und wirkte allgemein etwas unentspannt. Die warme Dusche danach trug wieder etwas zur Entspannung bei.


Die morgige Abreise aus Gudhjem ist bereits vorbereitet und wir genießen den Abend. 

Alma schläft, Karina sieht seit langem mal wieder einen deutschen Film und Olli versucht sich im Freizeitzimmer beim Billard.


Morgen gehts wieder auf die Räder, hoffentlich mit Sonne im Gepäck.

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Tag 85: Auf zur Berghütte (Von Gudhjem über Allinge und Sandvig an den Hammersø auf Bornholm, Dänemark - 20,7km)

Nachdem wir die vergangenen Tage etwas ausgespannt und den stürmischen Wind abgewartet haben, ging es heute wieder auf die Räder. Zunächst stärkten wir uns dafür aber wieder am Buffet des Hotels.


Gegen 11:00 Uhr radelten wir los in Richtung Nordwest nach Allinge-Sandvig. In Allinge sind wir direkt in einem Jazz-Festival gelandet. Die Einladung zum Pausemachen nahmen wir dankend an. Alma wippte im Takt der Musik.


Am Nachmittag erreichten wir unser Ziel - eine "Berghütte". Wir wussten nicht so recht, was uns erwarten würde, sind aber sehr glücklich mit unserer Wahl. Die Berghütte stellte sich als kleine Anlage heraus: Zwei Unterstände zum Übernachten, eine Feuerstelle im Freien mit Picknick-Stellen zum Sitzen und Essen. Außerdem gibt's noch eine größere Hütte zum Feuermachen und Essen. Alles tipp-topp sauber und direkt am See. Und das Allerbeste überhaupt: wir haben auf Bornholm noch keine einzige Mücke gesehen!!!


Zum Abend tauschten wir ein paar Worte und Habseligkeiten mit einer Gruppe Dänen aus. Die Dänen liehen sich unseren Camping-Kocher aus, dafür wurden wir mit einer original Bornholmer Bratwurst beschenkt. Die war auch super lecker, wenn auch scharf gewürzt.

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Tag 86: Hütten-Tag (Am Hammersø auf Bornholm, Dänemark)

Den heutigen Tag verbrachten wir größtenteils an unserer Hütte. Das schon gestern vorbereitete Müsli genossen wir mit Seeblick und krochen anschließend noch mal ins Bett.


Gut ausgeruht wagten wir uns wieder ins Helle und wir genossen mit Nichtstun den Tag. Eine dänische Familie pausierte ebenfalls gerade und wir kamen ins Gespräch: Rikke mit Lars-Peter und den Kindern Ida und Magnus. Eine sportliche und verrückte Familie. Die Jungs bewiesen uns ihren Mut, indem sie von einer ca. 7m hohen Plattform in den See sprangen. 


Währenddessen lernten sich Rikke und Alma etwas näher kennen. Alma wollte gar nicht mehr zu Mama und Papa, so schön war es auf Rikke's Arm. Wir unterhielten uns eine Weile über Handball, das Internet mit dessen Möglichkeiten, die EU und unseren Blog. Wir haben die Zeit zu siebt sehr genossen.


Am Nachmittag spazierten wir zu dritt in den nahegelegenen Hafen und zur historischen Schlossruine "Hammershus". Alma schlief sichtlich zufrieden bei Papa in der Manduka. Den Rest des Tages verbrachten wir lesend, schreibend und entspannend in unserer Hütte, da es sich etwas eingeregnet hatte.

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Tag 87: Ausradeln (Vom See Hammersø über Hasle nach Rønne auf Bornholm, Dänemark - 26,5km)

Der Abschied wird immer greifbarer. Heute Morgen packten wir zum letzten Mal unsere Sachen in "freier Wildbahn" und frühstückten gemütlich in der Hütte. Während unsere osteuropäischen Nachbarn noch schliefen, bereiteten wir uns für den Tag vor und radelten davon.


Am frühen Mittag hatten wir bereits die Sehenswürdigkeit "Jons Kapel" (eine Felsformation) erreicht. Nach ausgiebigem Rast-Halt ging es weiter in Richtung der Orte Hasel und Rønne. Letzteren erreichten wir bereits am frühen Nachmittag. Während der Fahrt wurden wir immer langsamer, nur um die Ankunft im Ort unserer morgigen Abfahrt in Richtung Deutschland noch etwas heraus zu zögern. 


Dennoch checkten wir im Hostel ein und trafen spazierend letzte Vorbereitungen (Klärung des Fähr-Check-In mit Fahrrädern, Einkauf).


Alma verdiente sich ihr Abendessen heute auf besondere Art und Weise: Sie krabbelte den Hostel-Flur auf und ab - in einem Tempo, das für uns beeindruckend war. Zwischendurch pausierte sie, um posend den Zuschauern zu winken. "Das Winken von Alma sieht aus, wie das Winken der dänischen Königin", bestätigte uns eine dänische Familie.


Jetzt packen wir noch unsere sieben Sachen und bereiten alles vor, damit es morgen zeitig auf die Fähre gehen kann. Wir melden uns von Rügen wieder.

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Tag 88: Deutschland hat uns wieder. (Von Rønne auf Bornholm, Dänemark mit der Fähre nach Sassnitz auf Rügen nach Pantow bei Binz auf Rügen - 33,4km)

Nach einer unruhigen Nacht im Hostel starteten wir heute Morgen unseren Tag auf der Fähre in Richtung Sassnitz auf Rügen. Bereits um 8:00 Uhr verließen wir den Hafen. Es war den kompletten Tag über recht warm und die Sonne zeigte sich ab 10 Uhr ununterbrochen.


Die Fährfahrt verlief schön schnell und Alma freundete sich mit zwei Mädels im Spielbereich an.


Da waren wir nun. Nach zwei Monaten reisen im Ausland hat uns Deutschland wieder. Wir wurden majestätisch von den Kreideküsten im Norden von Rügen empfangen.


Beim Verlassen des Fährhafens lernten wir Alva, eine Rad-reisende Schwedin, kennen. Sie ist auf dem Weg in Richtung Frankreich und möchte zunächst nach Rostock und weiter über Holland und Belgien fahren, um dort bei der Weinernte zu arbeiten. Wir fuhren gemeinsam nach Sassnitz und unterhielten uns prächtig. Natürlich gaben wir unserer Interessenverwandten unsere besten Tipps preis, verrieten wie man in Deutschland günstig nächtigen kann und erzählten von unserer Reise. Mit viel Interesse und etwas neidvoll tauschten wir unsere Adressen aus und sind nun sehr auf ihre Erlebnisse, auf ihrer spannenden Reise in den Süden, gespannt.


Am Busbahnhof gönnten wir uns "deutsches Essen" aus der Assiette (Reis mit knuspriger Ente, süß-sauer) und fuhren weiter nach Binz. Wir waren sehr überrascht, dass wir nicht nur Deutsch um uns hörten, sondern auch noch größtenteils tiefstes und schlimmstes Sächsisch.


Nun sind wir in einer sehr schönen Ferienwohnung, die uns Olli organisiert hatte, und genießen den ruhigen Abend auf dem Balkon.


Auf Karina's Wunsch hin gab es heute leckere Bratkartoffeln mit Ei zum Abend. Toll!

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Tag 89: Flanieren in Binz (Pantow bei Binz auf Rügen)

Alma weckte uns heute schon recht zeitig, obwohl wir doch einen freien Tag hatten. Entsprechend zeitig haben wir auch gefrühstückt - und anschließend unseren restlichen Schlafbedarf gedeckt.


Nach unserem Mittagessen absolvierten wir mal wieder eine Runde Workout, bevor wir zum Einkaufen und Bummeln nach Binz radelten. Neben vielen Sachsen gab es, wie von uns erwartet, eine typische Ostsee-Stadt zu sehen: Strand, Flaniermeile mit Touristen-Lädchen une eine Seebrücke. Und für unseren Einkauf stand uns ein Edeka zur Verfügung.


Zum Abend gab es eine große Portion Salat mit gebratener Hühnerbrust. Alma genoss ihr Abendessen (Gurkenfiletstreifen an Reis-Gemüse-Brei) so sehr, dass sie gleich noch den Teller ableckte. :-)

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Tag 90: Rutschpartie (Pantow bei Binz auf Rügen)

Der vorletzte Tag unserer Reise war von viel Entspannung geprägt. Alma ließ uns etwas länger schlafen, bevor Alma in unserem Bett spielte und über alles kletterte und krabbelte, was so im Weg war.


Über den Vormittag spazierten Alma in der Manduka und Papa zur Haltestelle des "rasenden Roland". Olli knipste ein paar Fotos, während Alma schön schlief.


Nach unserer Hackbraten-Mittagspause schnappte sich Karina unsere Sonne und fuhr mit ihr zum Jagdschloss Granitz, um dort ein Eis zu essen. Olli blieb zu Hause und las sein spannendes Buch.


Zeit für ein gemeinsames Spielchen auf dem Spielplatz der Vermieter unserer Ferienwohnung blieb auch noch. Alma lernte die Rutsche kennen, fand sie aber nicht ganz so spannend, wie Papa. Bevor es ins Bett ging, badete Alma noch eine Runde und schlief nach ungewohnt längerem Kampf dann doch noch ein.


Der morgigen Reisetag ist nun vorbereitet und die Vorfreude auf Daheim wächst. 

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Tag 91: Volle Kraft nach Haus (Von Pantow bei Binz auf Rügen nach Dresden - 10,5km)

Heute war es soweit - heute war unserer letzter Urlaubstag.


Nach einem reichlichen Frühstück schwangen wir uns auf die Räder, um in Binz auf Rügen unseren Zug nach Dresden zu erreichen. Da wir etwas Puffer hatten, blieb uns reichlich Zeit, alles sorgfältig im Zug zu verstauen - auch ein erneuter Hummelstich, es traf wieder Olli - diesmal am Bauch, hielt uns nicht auf. Pünktlich um 10:42 Uhr ging die Fahrt los.


Der Zug füllte sich von Station zu Station, wenn auch der EuroCity nach Prag nicht in jedem Dorf hielt. Mit der Zeit wurde es auch zunehmend wärmer im Zug, sodass wir ab Berlin das Ende der Fahrt nicht mehr erwarten konnten. Heute, bei den heißen Temperaturen, haben wir uns so sehr eine Klimaanlage im Zug gewünscht - Pustekuchen.

Mit einer viertel Stunde Verspätung hieß es dann "Thank you for choosing Deutsche Bahn" und wir kamen kurz nach 17:00 Uhr in Dresden am Hauptbahnhof an. Dort wurden wir freudig von Karina's Mama mit einem tollen Strauß heller Rosen empfangen.


Anschließend fuhren wir zu zweit mit den Rädern nach Hause, während Alma es vorzog, bei Omi im Auto chauffiert zu werden. Gegen 18:00 Uhr waren wir dann wieder in unseren eigenen vier Wänden.


Nun heißt es, alles auspacken und die Wohnung wieder für uns drei startklar machen. Da wir sie zwischenvermietet hatten, müssen wir auch noch die Schränke mit unseren persönlichen Habseligkeiten befüllen... Angefangen haben wir schon, sind aber doch ganz schön platt. Morgen wird's dann weiter gehen.

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Tag 92: Großes Familienwiedersehen (Dresden)

Der erste Tag zu Hause. Wir können es noch gar nicht so richtig fassen. Alma schlief ungewohnt schlecht, benötigt wohl etwas Eingewöhnungszeit. Olli nutzte das zeitige Muntersein und ging erst mal ein Stündchen an die Prießnitz laufen.


Nach dem gemeinsamen Frühstück (Müsli á la Dr. Feil) ging es an die Vorbereitungen für den Nachmittag. Pünktlich um 15:00 Uhr wurden wir vom Großteil der Familie willkommen geheißen. Und damit uns nicht langweilig wurde, sorgten Alma und ihre Cousine Mathilda für den entsprechenden Wirbel. Wir haben uns alle sehr genossen - genau wie die leckeren Erdbeerkuchen.


Gegen 18:00 Uhr kehrte wieder Ruhe ein. Alma aß ihr Abendbrot und schlief heute etwas eher ein - wenn sie auch etwas kämpfte. Und wir bereiten den morgigen Tag vor, denn dann heißt es:


TREFF um 10:00 Uhr im Alaunpark! Kommt alle vorbei! (Details siehe "Lasst uns wiedersehen!".)

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Tag 93: Ein sonniger Abschluss. Danke! (Dresden)

Hallo Zusammen,


ganz herzlichen Dank für euer zahlreiches Erscheinen. Wir haben uns so sehr über euer Kommen gefreut.


Das war nun unserer letzter Tag im Urlaub. Morgen wird wieder in den Alltagsmodus gewechselt. Aber ihr habt uns einen super tollen Empfang beschert. Danke, danke, danke!


Für die, die nicht dabei sein konnten:

Wir waren gegen 10:00 Uhr im Alaunpark und wurden direkt "hochschwanger" empfangen. Marie, du hast eine wunderschöne Kuller. Wir denken an euch und drücken die Daumen!


Die Anzahl der anwesenden Freunde, Decken und Kinderwagen stieg und stieg. Kinder tollten umher und die Sonne lachte. Was für ein herrlicher Tag!


Gegen 15:00 Uhr war noch ein kleines Grüppchen übrig und wir verlagerten unseren Aufenthalt auf unsere Wohnung. Ein dunkler Himmel, zunehmender Wind und ein paar Regentropfen ließen schlimmeres vermuten. Die letzten Gäste kamen gegen 16:00 Uhr und wir trauten uns später für eine weitere Herumtoll-Runde in den Alaunpark zu den Spielplätzen.


Nun ist Ruhe eingekehrt. Alma schläft und Olli hat mit Karina's Unterstützung einen leckeren Zwiebelkuchen zubereitet. Der wird jetzt verspeist. :-)

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