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Tag 01 - 7 Luftpumpen (Von Dresden über Freital-Hainsberg und Tharandt nach Colmnitz - 24,5 km)

Unser erster Urlaubs-Morgen gestaltete sich wie erwartet: Nach dem Frühstück wuselte jeder auf seine Weise durch die Wohnung. Was Mama und Papa gepackt haben, wurschtelte Alma wieder durcheinander. Gegen 10:30 Uhr war alles in Sack und Tüten bzw. am Rad, im Hänger oder auf Olli's Rücken verstaut und es ging los.
 
Und schon wichen wir das erste mal vom Plan ab. Flexibilität fordert zwar Geduld, ist wohl aber dennoch eine Stärke der SchubKrafts. Statt direkt nach Colmnitz zu laufen/ fahren, ging es zunächst zum Dresdner Hauptbahnhof. Dort gönnten wir uns ein Urlaubsauftakt-Menü bei Marchè und stiegen in den Zug nach Freital Hainsberg.
 
Dort angekommen, wurden wir vom Himmelfahrts-Sonderzug der Schmalspurbahn begrüßt und Alma schaute interessiert zu, wie die Lok betankt bzw. mit neuen Kohlen versorgt wurde. 
 
Dann ging es richtig los. Über Tharandt ging es stetig bergauf und Olli unterstützte seine Mädels häufiger, in dem er das Gespann von hinten anschob. Alma schlief, wenn auch nicht ganz so gut und lange wie von uns erhofft.
 
Nachdem Alma wieder munter war, haben wir eine kurze Pause eingelegt. Der asphaltierte Untergrund war von der angenehmen Sonne so warm, dass wir es uns auf dem Boden bequem machen konnten. Von da an ging es für Alma vorn bei Mama am Lenker weiter und wir konnten zu dritt so allerlei Quatsch machen.
 
Der Spaß verging uns etwas, als uns mitten im Wald ein Schlauch an Alma's Hänger platzte. "Peng" und "pfff" und schon war die Luft runter. Kein Problem, Papa flickt das schon, schließlich hat er bei Martin geübt und aufgepasst (danke noch mal für das Training, mein Lieber!). Winziges Problem dabei: Die Luftpumpe, für die sich Karina am Morgen spontan entschied, war ungefähr so effektiv, wie Müller und Torres bei ihren Elfmetern am vergangenen Dienstag.
 
So zog sich die Zwangspause etwas, bis nach einer gefühlten Ewigkeit ein paar nette Jungs mit Bierbüchsen im Flaschenhalter vorbei radelten. Witzig dabei: Sie schienen nur Bier und Luftpumpen bei sich zu haben. :-) Jedenfalls konnten wir aus 7 verschiedenen Geräten auswählen und hatten am Ende reichlich Luft, um bis nach Colmnitz zu kommen.
 
Vom Weingut Colmnitz waren wir dann sehr (positiv) überrascht. Ein großer 4-Seiten-Bauernhof erwartete uns. Im Hof spielten viele Kinder, die offenbar Gäste einer größeren Feierlichkeit waren. Neben Ziegen, Hasen, Vögeln gab's auch Esel und ein Hängebauchschwein zu beobachten. Der riesige Spielplatz machte die Erlebniswelt perfekt. Alma kam hier voll auf ihre Kosten, staunte und entdeckte fleißig und fiel abends völlig knülle ins Bett.
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