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Tag 12: Museums-Marathon (Washington, D.C., USA)

Mit dem heutigen Tag habe ich bewiesen, dass ich durchaus auch ein typischer Tourist sein kann.


Zwar habe ich es vor dem Frühstück mit Laufen probiert, aber meine Waden haben nach ca. 300 m dicht gemacht und ich spazierte wieder Heim. War nicht schlimm, ich habe meine Kilometer anderweitig gesammelt. Nach dem Frühstück und einer ausgedehnten Skype-Session mit Alma, Karina und meinem Opi bin ich in die Stadt losgezogen.


Als erstes ging es zum "US Capitol". Dort finden die Gesetzgebung (Legislative) und entsprechend die Sitzungen des Senats ("Senate") und des Repräsentantenhauses ("House of Representatives") statt. Leider ist die Kuppel derzeit in der Restaurierung und war von einem Gerüst umgeben.


Weiter ging es am Park "Washington Mall", der derzeit leider ebenfalls umgebaut wird, zum "National Museum of the American Indian". Über insgesamt 4 Etagen gibt es in dem beeindruckenden Gebäude viel über die Geschichte Stämme der Ureinwohner zu erkunden.


An "Air and Space Museum" und "Hirshhorn Museum of Modern Art" vorbei, ging ich durch den Garten des "National Museum of African Art" hinein ins "Smithsonian Institution Building". Dieses ist Informationspunkt und Verwaltung der "Smithsonian Institution". Die Institution ist nach dem britischen Mineralogen und Chemiker James Smithson benannt, der sein Vermögen den USA vermachte, damit in Washington eine Einrichtung zur "Mehrung und Verbreitung des Wissens unter den Menschen" gegründet wird. Alle in diesem Artikel genannten Museen gehören dazu und sind für jedermann kostenlos.


Anschließend war ich im "Museum of Natural History". Ein weiteres sehr beeindruckendes Gebäude mit vielen Exponaten rund um die Tierwelt. Vom Elefanten, der im Eingangsbereich zu sehen ist, über einen Wal an der Decke hängend bis zu Skeletten von Dinosauriern war alles dabei. Ich habe sogar einen großen (lebenden) Käfer in der Hand gehalten. :-)


Gleich nebenan steht das "Museum of American History". Hier war viel über die Themen "Entwicklung des Transports", "Kriege mit amerikanischer Beteiligung" und "die Präsidenten der USA" zu sehen. Auch gab es einen Bereich, der sich mit dem "Wandel des Essens in den USA in den letzten 50 Jahren" beschäftigt. Wohl wichtigster Punkt ist der "Star-Spangled Banner", der 1814 Francis Scott Key bei der Komposition für die uns allen bekannte und seit 1931 offizielle Nationalhymne der USA als Anregung gedient hatte.


Bei herrlichem Sonnenschein ging ich weiter zum "Washington Monument". Umrahmt von unzähligen amerikanischen Flaggen, ist der knapp 170 m hohe Obelisk aus Mamor Anlaufstelle für Touristen und Jogger gleichermaßen. Drum herum befinden sich viele Wiesen, die zum Vitamin D Tanken super geeignet waren und auch von Fußball- und Baseball-Mannschaften zum Trainieren genutzt wurden. 


Dann ging es zum meinem persönlichen Highlight des Tages: Das Weiße Haus - Amtssitz und offizielle Residenz des Präsidenten sowie Herberge des Büros des Vize-Präsidenten der Vereinigten Staaten. Von vielen Mitgliedern des "Secret Service" bewacht, herrschte eine etwas unruhige Stimmung. Die Straßen um das Weiße Haus wurden plötzlich abgeriegelt und der angrenzende Park wurde geräumt. Das lockte viele Neugierige an und eine ganze Weile war Ruhe, bevor zunächst zwei Hubschrauber aus dem Komplex aufstiegen und ein Konvoi das Areal verließ. Zu erkennen war natürlich niemand, aber spannend und interessant war es dennoch. :-)


Insgesamt bin ich heute 15,76 km, über den ganzen Tag verteilt, gelaufen, habe 4 Museen besucht und war zum Schluss sogar noch shoppen. Damit gehe ich heute sicher als typischer Tourist durch.

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