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Tag 12: Nie vergessen, nie vergeben (Von Dannenwalde über Fürstenberg nach Strasen - 42,8 km)

Heute ging es nicht mehr so locker von statten. Die gestrigen 60 km steckten uns doch ganz schön in den Knochen.

Kurz vor zehn haben wir unsere Unterkunft in Dannenberg verlassen und sind in Richtung Fürstenberg unserer Mittagsstätte geradelt. Kurz bevor wir dort angekommen sind, haben wir ein Mädchen-/ junge Frauen-KZ besucht. Dort wurde uns mal wieder bewusst, zu welch schrecklichen Taten der Mensch in der Lage ist.

Unsere Pause haben wir dann in Fürstenberg gemacht. Ein wunderschönes Fleckchen Erde - in einem kleinen Park direkt am See.

Nach reichlich 40 km haben wir in einem Garten unser Zelt aufschlagen dürfen. Die vier Hunde haben sich auch sehr über Alma's Anwesenheit gefreut - und umgekehrt.

Jetzt ist es 21:30 und die Mädels schlafen bereits tief und fest. Schön, die entschleunigte Zeit in der Natur...

"Nie vergessen, nie vergeben" stand auf einem Schild im Jugend-KZ für Mädchen und junge Frauen Uckermark.


"Die Hoffnung ist wie ein Feuer, an dem man sich aufwärmt, wenn es rundherum kalt ist.

Solange wir gegen den Hitler gekämpft hatten, dachten wir: 'Morgen wird Gerechtigkeit sein...'

Daraus ist nichts geworden.

Jetzt darf man die Glut nicht ausgehen lassen.

Aus der Glut kann einmal ein neues Feuer werden.

Aber wenn's ausgeht, bleibt nur kalte Asche."

Jelka, Partisanin und Antifaschistin in Koroska/ Kärnten

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Kommentare: 1
  • #1

    Akki (Donnerstag, 30 April 2015 15:38)

    Vernichtungslager. Ein schreckliches Wort...

    Aber ansonsten klingt das echt toll, was ihr macht!!!